Von SpaceX Bemühungen, Menschen ins All zu befördern und Raketenstarts günstiger zu gestalten, liest man viel. Weniger hört man von Boeings Raumfahrtprogramm. Dabei ist der Flugzeughersteller einer der größten Konkurrenten von Elon Musks Unternehmen. Zwischen den beiden Firmen ist eine Art Wettrennen ins All entbrannt, bei dem es durchaus auch um viel Geld geht.


Falcon Heavy Marsmission
Die Falcon Heavy

Beim Rennen ins All geht es nicht nur um Ehre

Seit den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts ist Boeing auch in Sachen Raumfahrt unterwegs. Das Engagement rund um Raumschiffe und Raketen nahm zwischenzeitlich etwas ab, hat sich aber in den letzten Jahren unter CEO Dennis Muilenburg wieder intensiviert. Inzwischen liefert sich Boeing regelrecht ein Rennen mit SpaceX darum, wer früher Menschen ins All senden kann.

Hinter diesem Rennen stehen potentielle Verträge mit einem Millionenvolumen. im Herbst 2019 wird die letzte russische Soyuz-Rakete NASA-Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Die NASA hofft, dass eine der beiden Unternehmen, idealerweise sogar beide, die bemannten Flüge zur ISS übernehmen kann.


Boeing plant für den kommenden August einen unbemannten Testflug der Raumkapsel CST-100 Starliner. Bereits im Novermber soll ein bemannter Test folgen. Und auch SpaceX möchte 2018 die Passagier-Variante der Dragon-Raumkapsel testen und im Dezember einen bemannten Flug durchführen. Die unbemannte Version der Dragon-Kapsel flog bereits 14 Mal erfolgreich im Rahmen von Versorgungsflügen zur ISS – der letzte dieser Flüge erfolgte im April.

Boeing-CEO provoziert SpaceX

Vor kurzem sorgte SpaceX mit einem Test der Falcon Heavy Rocket für Aufsehen, die aktuell die größte Rakete der Welt ist. Mit an Bord befand sich bei dem Testflug ein Tesla Roadster, der nun durchs All fliegt. Diese Tatsache nutzte der Boeing-CEO auf einer Veranstaltung für eine kleine Provokation: Es gäbe seitens Boeing keine Pläne, Autos ins All zu befördern. Boeing könne sich das eine Auto im All allerdings problemlos schnappen und wieder zurück zur Erde bringen, so Muilenburg.

Wer von den beiden privaten Unternehmen das Rennen letztlich machen wird, ist noch nicht absehbar. Beide sind momentan etwa gleichauf, sodass Experten davon ausgehen, dass ab 2020 beide Unternehmen regelmäßig den Transport von NASA-Astronauten zur ISS übernehmen werden.

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