Wenn er nicht gerade bei der Aufnahme eines Podcasts zum Joint greift, verfolgt Elon Musk eine Reihe von Zielen gleichzeitig. So will er mit dem Tesla Model 3 den Massenmarkt erobern, mit SolarCity Häuser mit energieproduzierenden Dachziegeln bedecken, mit The Boring Company ein Netz von Tunneln graben, den Hyperloop voranbringen und zu guter Letzt auch noch eine Mars-Kolonie aufbauen. Bevor es allerdings tatsächlich zum Mars geht, stehen zunächst Flüge zum Mond an. Bereits im vergangenen Jahr kündigte SpaceX an, Touristen einmal rund um den Mond fliegen zu wollen. Nun gab das Unternehmen auf Twitter bekannt: Der Vertrag mit dem ersten Flugteilnehmer wurde unterzeichnet. Die Bekanntgabe weckt allerdings auch Zweifel an den Zeitplänen des Konzerns.


Mond
Foto: Dino Abatzidis, via Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

Die „Big Falon Rocket“ könnte für weitere Verzögerungen sorgen

Denn eigentlich sollte der erste Flug schon in diesem Jahr stattfinden. Dass dieser Termin nicht zu halten sein wird, steht schon seit längerem fest. Nun wurde aber auch bekannt, dass sich die Pläne grundlegend geändert haben. So war ursprünglich geplant, die Passagiere in einer Dragon-Transportkapsel mit einer Falcon Heavy Rakete in den Weltraum zu bringen. Dies hätte den Vorteil gehabt, dass diese Rakete bereits zahlreiche erfolgreiche Starts absolviert hat. In dem nun veröffentlichten Tweet wird hingegen verkündet, dass stattdessen eine Rakete des Typs „Big Falcon Rocket“ zum Einsatz kommen soll. Diese befindet sich aktuell aber noch in der Entwicklung, sodass weitere Verzögerungen eher wahrscheinlich sind. Eine Begründung für den Raketenwechsel lieferte der Konzern bisher nicht.

Der letzte Mensch war vor 46 Jahren auf dem Mond

Auch die genaue Identität des Passagiers ist bisher nicht bekannt. Auf Nachfrage twitterte Elon Musk lediglich ein Emoji mit der japanischen Flagge. Es ist also davon auszugehen, dass es sich um eine reiche Person aus Japan handelt. Bereits vor einiger Zeit hatte SpaceX bekannt gegeben, dass die ersten beiden Personen eine Anzahlung für die Reise zum Mond geleistet hätten. Nun wurde daraus offensichtlich eine rechtlich bindende Vereinbarung. Der Mond ist erst in den letzten Jahren wieder verstärkt in den Fokus gerückt. Zuvor hatte sich die Weltraumforschung auf andere Bereiche konzentriert – weshalb der letzte menschliche Besuch auf dem Erdtrabanten bereits 46 Jahre her ist. Aktuell sehen die Planungen von SpaceX auch keine Landung auf dem Mond vor . Dieser wird lediglich umflogen.


Via: New Atlas

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1 Kommentar

  1. Tobias Claren

    18. September 2018 at 02:04

    In welchem Abstand wird er „umflogen“ werden?
    Wird es an Bord auch Kameras etc. geben die die Oberfläche möglichst detailreich fotografieren?
    Möglichst in höherer Auflösung als von der NASA.
    Und ohne VT muss man wissen, wenn die NASA auf dem Mond „Strukturen intelligenten Ursprungs“ fände, das Pentagon hat das Recht die Veröffentlichung zu verbieten. Und würde das DoD dieses Recht nutzen? Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit.
    Also ist es keine „VT“ wenn man sagt dass die NASA NIE so etwas veröffentlichen würde. Simple Logik.
    Ja, das heißt auch, dass die NASA gar keine andere Wahl hätte als Bilder zu retuschieren.
    Es gibt eine Person die behauptet als Techniker in einem Fotolabor der NSA solche Fotos gesehen zu haben.
    Und eine Frau die behauptet sie habe im Auftrag der NASA solche Objekte retuschieren müssen.
    Das war übrigens auch schon vor Photoshop und Co. möglich, nur analog aufwändiger.

    Wir leben also in einer Zeit in der durch private Raumfahrt solche Fragen ein für alle mal geklärt werden können.
    Die NASA ist eine Behörde, und auch noch Befehlen des DoD ausgesetzt, aber Private sind nicht so leicht zu kontrollieren.
    Und wenn dann auch noch solche Privatpersonen eine Runde um den Mond drehen, und behaupten dort Lichter, Gebäude etc. gesehen zu haben, Ich glaube nicht dass man die als „Spinner“ abtun würde. Und wenn die Sonde Kameras mitführt gibt es noch gute Fotos. Wenn die warum auch immer nicht gleich veröffentlicht würden, dann hätten die reichen Passagiere sicher noch die besten kaufbaren hochauflösensten Spiegelreflex-Kameras mit edelster Optik.

    SpaceX sollte auf jeden Fall seine eigenen möglichst Sensoren, Kameras etc. anbringen. Das Beste was es aktuell gibt. Und dann am besten zusätzlich zur Speicherung auf einen Datenträger Live-Datenübertragung per unverschlüsseltem Funk, so dass es jeder Amateurfunker und Interessierte empfangen, aufzeichnen und ansehen kann. Das war auch damals zu den Missionen der Russen, Amerikaner etc. nicht unüblich unter Funkern die Mitschnitte gemacht haben. In einer Aufnahme soll man angeblich einen russischen Raumfahrer „verrecken“ hören.

    So ist auch ausgeschlossen dass nach der Landung jemand Technik beschlagnahmt.
    Mag paranoid klingen, aber ist es das? Dann wären auch das abschließen von Versicherungen „paranoid“.
    Das ist eine reale Gefahr.

    Hier und da heißt es zwar dass angeblich geplant sei in nächster Zeit vieles in dieser Thematik offen zu legen (in letzter Konsequenz auch Abstürze…), aber wenn das wahr wäre weiß man ja nicht ob denen das mit SPaceX und Co, nicht in Einzelfällen zu schnell geht.

    Lohnt sich keine Mission von Sony, Discovery Network, evtl. James Cameron, TV-Netzwerken etc. mit spaceX?
    Wenn ein Film hunderte Mio kosten kann, warum nicht Mediengeld in eine Mondmission bzw. Missionen investieren, die man dann in Kino (Imax etc.), Pay-TV, Internet, VR-Experience etc. „ausschlachten“ könnte?!?
    Die haben das Geld, und groß aufgezogen könnte so etwas Milliarden-Einnahmen bringen. Auch wenn die nichts fänden.
    Z.B. erst mal ein, zwei… Sonden um den Mond schicken, bestmögliche Fotos, evtl. zusätzlich ein hochauflösender topologischer Scan (der die Fotos unterstützen kann, denn Pseudoskeptiker deuten wohl auch in die deutlichsten Strukturen „Pareidolie“) etc.. Wenn die was finden kann man gleich bemannt oder per Roboter die interessanten Stellen aufsuchen…

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