Eines der Ziele von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX ist es, die Kosten für den Transport von Fracht ins All zu senken. Dies wird vor allem dadurch erreicht, dass ganze Raketenkomponenten wie etwa die Booster wieder auf der Erde landen und wiederverwertet werden können. In Zukunft will SpaceX auch das sogenannte „Fairing“ wiederverwenden, also die obere Hülle der Rakete, die die Fracht schützt. Um das zu ermöglichen, soll diese Verkleidung mit einem Netz aufgefangen werden.


Bild: Teslarati.com

Ein schwimmendes Netz soll Raketenteile auffangen

Die obere Verkleidung der Rakete kostet in der Produktion etwa 6 Millionen US-Dollar. Sie wiederzuverwenden wäre also mit erheblichen Einsparungen verbunden. Bereits letztes Jahr gelang es SpaceX, so eine Verkleidung nach der Verwendung „einzufangen“ und wiederzuverwenden, aber mit einer neuen Methode soll sich dies deutlich leichter und günstiger wiederholen lassen.

Um dies zu ermöglichen, kommt „Mr. Steven“ zum Einsatz, ein großes autonom gesteuertes Plattformschiff ähnlich wie die Schiffe, auf denen die Raketen-Booster der Falcon-9-Raketen landen. „Mr. Steven“ ist mit ausfahrbaren Armen ausgestattet, die ein großes Netz aufspannen sollen, das dann die Verkleidung der Rakete auffängt. Das Schiff soll erstmals bei der nächsten Falcon-9-Mission zum Einsatz kommen, mit der Satelliten für Spanien sowie Kommunikations-Satelliten von SpaceX selber ins All gebracht werden sollen.


Die Mission ist aktuell nach einigen Verzögerungen für den heutigen Mittwoch angesetzt. Das Ziel ist es, die Verkleidung mit Hilfe von GPS-gestützten Fallschirmen zur Erde zurückzuführen und dann mit dem Netz im Pazifik aufzufangen. „Mr. Steven“ wird dazu vollautomatisch zum Landeort der Verkleidung navigieren.

Die geschätzten Kosten einer Falcon-9-Mission betragen aktuell etwa 63 Millionen US-Dollar. Würde es gelingen, von der Hälfte dieser Missionen (was eine recht konservative Schätzung ist) die Raketen-Verkleidung wiederzuverwenden, würde das zu einer erheblichen Einsparung führen.

via TechCrunch

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