Der Weltraum begeistert uns noch immer, schließlich ist kaum etwas über die unendlichen Weiten bekannt und nach wie vor stößt unsere Technik auf Erden recht schnell an ihre Grenzen. Bis Weltraumreisen und die Erforschung weiterer Planeten wie beispielsweise Uranus und Neptun einmal möglich sind, wird noch ein wenig Zeit vergehen. Umso begrüßenswerter ist es, wenn Regisseure moderner Science-Fiction-Filme das Thema aufgreifen und uns zum Träumen animieren. Am 19. September kommt der Film Ad Astra in die deutschen Kinos. Mit Brad Pitt in der Hauptrolle erzählt 20th Century Fox die Geschichte des Raumfahrt-Ingenieurs Roy McBride, der sich auf die Suche nach seinem Vater begibt. Dieser wiederum ist seit Jahren im All verschwunden und hatte die Forschungsmission den Neptun näher zu ergründen. Die geheimen Experimente des verschollenen Vaters haben scheinbar verheerende Auswirkungen auf das Sonnensystem und bedrohen auch die Erde. Roy McBride soll sich daher auf die Suche seines Vaters begeben und die bedrohenden Forschungen stoppen. Es beginnt ein Wettlauf um die Zeit.


Ad Astra Trailer


Kinotickets für Ad Astra zu gewinnen

Die Ambitionen von Isar Aerospace Technologies sind begrüßenswert und zeigen, dass sich Innovation und Ehrgeiz lohnen und eines Tages auch auszahlen können. Bis SpaceX jedoch mit der Superrakete Starship mit Platz für bis zu 100 Astronauten Flüge zum Mond und zum Mars anbietet, wird noch Zeit vergehen. Allerdings laufen auch hier schon die Tests mit dem neuartigen Raptor-Triebwerk, das mit flüssigem Sauerstoff und leichtem Kohlenwasserstoff angetrieben werden soll. Um die Wartezeit zu überbrücken, lädt die Kinowelt am 19.9.2019 zu Ad Astra ein. Passend zu dem Start dieses neuen Science-Fiction-Streifens verlosen wir 3 x 2 Kino-Tickets. Schreibt uns dazu einfach in den Kommentarbereich, was euch am meisten am Weltraum begeistert. Die Gewinner werden am Sonntag, den 8.9.2019 per Mail benachrichtigt.

Science-Fiction vs Realität

In nur wenigen Jahren hat es Elon Musk geschafft die Raumfahrt zu revolutionieren. Für seine Zukunftsvisionen und seinen grenzenlosen Ehrgeiz ist der Elektroauto-Pionier bekannt. 2002 wurde SpaceX als kleines Unternehmen gegründet, mittlerweile gibt Musks Raumfahrtkonzern den Ton an und beflügelt die ganze Branche. Auch das Deutsche Unternehmen Isar Aerospace Technologies, mit Sitz in München, ist erst frisch gestartet und greift wortwörtlich nun auch nach den Sternen. In zwei Jahren soll die „Spectrum“ getaufte Rakete in den Weltraum abheben und dann auch erste Satelliten transportieren. Unter dem Schlagwort „New Space“ etabliert sich vermehrt der Zukunftstrend mit Kleinsatelliten. Den gerade einmal Schuhkarton großen Satelliten soll die Zukunft gehören. Zudem bieten diese auch kleinen und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit ihr technisches Know-how mit einzubringen und ein Stück vom großen Weltraumkuchen abzubekommen. Man bedenke allein das Vorhaben ein globales Netz aus Tausenden kleinen Satelliten im All zu installieren, um die komplette Erde mit schnellem Internet zu versorgen.

Spectrum Triebwerke aus dem Drucker

Der Wettlauf um die Zeit spiegelt sich aktuell auch im Bereich des Raketenbaus wieder. Diese bilden die Transporteinheit, um Satelliten zielgenau in die Umlaufbahn zu bringen. Pro Kilogramm Satellit setzt SpaceX beispielsweise 15.000 US-Dollar an. Isar-Aerospace-Geschäftsführer Daniel Metzler erklärte gegenüber der Welt, dass sein Unternehmen bei den Startkosten für kleine Satelliten mindestens genauso wettbewerbsfähig sein möchte, wie SpaceX. Bisher werden die Kleinsatelliten lediglich als Mitfluggelegenheit neben größeren Satelliten mitgenommen. Hier klafft folglich noch eine kleine Marktlücke, die der 27 Jahre alte Pionier aus München, zusammen mit zwei Kollegen von der TU München alsbald schließen möchte. Zu den eigenen Raketen wurde noch nicht viel bekannt gegeben. Schließlich soll die Konkurrenz um SpaceX nicht zu früh von den Plänen unterrichtet werden. So viel ist jedoch bereits bekannt: Spectrum ist wesentlich kleiner als die bekannte Falcon 9 und soll mit neun Triebwerken (mit der Bezeichnung Aqulia) ausgestattet werden. Die Triebwerke („9plus1“-Antrieb) werden in einem hochmodernen Drucker additiv gefertigt. Spectrum soll eine Nutzlast von einer Tonne in der niedrigen Umlaufbahn LEO ermöglichen. Die Falcon 9 schafft im Vergleich dazu 23 Tonnen. Neben dem Bau der Rakete möchten die Münchner Visionäre in Zukunft auch die Recycling-Vision mit berücksichtigen. Schließlich möchte man nicht zusätzlich noch Müll in den Weltraum schießen. Bisher ist SpaceX nach wie vor das einzige Unternehmen, welches wiederverwendbare Raketen baut. In Zukunft soll sich das jedoch ändern.

Die Finanzierungsrunde hat bereits begonnen

Metzler geht davon aus, dass das Projekt Spectrum 100 Millionen Euro verschlingen wird. Die Finanzierung ist noch nicht abgeschlossen. Allerdings konnte mit Airbus bereits eine Absichtserklärung für den Start von Kleinsatelliten geschlossen werden. Auch ist Ex-SpaceXler Bülent Altan als Gesellschafter mit einem Wagniskapital-Fonds an Bord. Weiterhin erschließen sich Fördergelder aus dem Risikokapital-Fonds Vito Venture des deutschen Heizungsbauers Viessmann und auch das Land Bayern sowie die europäische Weltraumagentur ESA zählen zu den Unterstützern.

Quelle: Welt

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

5 Kommentare

  1. Michael R.

    2. September 2019 at 23:19

    Die Größe, die nicht mit der normalen Vorstellungskraft zu greifen ist. Im Gegensatz zu den unerforschten Tiefen des Meeres gibt es im Weltall noch zusätzliche physikalische Rätsel zu entschlüsseln.

  2. Max F.

    3. September 2019 at 07:58

    Endlose Weiten. Abenteuer. Gibt es anderes Leben?

  3. Olli

    3. September 2019 at 11:05

    Mich fasziniert die Möglichkeiten, welche der Menschheit geboten werden ebenso wie die Entdeckungslust, welche tief in der Menschheitsgeschichte verwurzelt ist. Es ist klar, dass das Leben auf der Erde über kurz oder lang sein Ende findet. Außerhalb der Erde wird es weitergehen…

  4. Claudia

    5. September 2019 at 17:45

    die Unendlichkeit, das große Abenteurer und die Spannung, die ganze Lichtjahre andauert. Und die tollen Astronauten…

  5. Peter M.

    6. September 2019 at 18:10

    Mich fasziniert das Unentdeckte und während wir uns gerade auf der IFA über KI austauschen, obwohl KI eher Dateninterpretation heissen sollte (mehr ist es noch nicht), lassen manche Visionäre keinen Halt vor aktuellen physikalischen Grenzen und beflügeln mit ihrer Denke ganze Bevölkerungsgruppen. Das ist prima und motiviert für die Zukunft 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.