Im November 2015 konnte die Firma Jetpack Aviation einen wichtigen Erfolg verbuchen: Der Jungfernflug des Raketenrucksacks JB9 verlief erfolgreich und produzierte spektakuläre Bilder. Denn mit Genehmigung der Sicherheitsbehörden flog der Pilot mehrmals rund um die Freiheitsstatue. Seitdem wurde die Technologie noch einmal deutlich weiter entwickelt und zahlreiche neue Anbieter arbeiten an eigenen Projekten. Nun plant Jetpack Aviation die nächste öffentlichkeitswirksame Aktion: Eine eigene Rennserie für Jetpack-Piloten. Explizit sollen dabei aber nicht nur Produkte aus dem eigenen Haus zum Einsatz kommen, sondern es wird sich um eine für alle Hersteller offene Veranstaltung handeln. Die letzten zwölf Monate verbrachte das Unternehmen daher vor allem damit, zu testen, wie sich mehrere Jetpacks in unmittelbarer Nähe verhalten.


Langfristig sind direkte Duelle zwischen den Piloten geplant

Inzwischen ist klar: Wettflüge mit den Hightech-Geräten sind möglich. Zu Beginn sollen die Rennen allerdings aus Sicherheitsgründen noch über dem Wasser stattfinden. Außerdem ist möglich, dass die Behörden direkte Duelle noch nicht erlauben werden. In diesem Fall soll der Parcours von den Piloten nacheinander abgeflogen werden, sodass eine Bestzeit ermittelt werden kann. Langfristig sind aber auch Wettbewerbe in direkter Konkurrenz geplant. Zuvor muss allerdings noch ein entsprechendes Regelwerk erarbeitet werden, um beispielsweise direkten Kontakt zwischen den Raketenrucksäcken zu vermeiden. Noch steht das Projekt also ganz am Anfang. Die Macher bei Jetpack Aviation sind sich aber sicher, so einen wichtigen Beitrag leisten zu können, um der neuen Technologie zum Durchbruch zu verhelfen. Tatsächlich könnte eine solche Rennserie gleich zwei wichtige Vorteile mit sich bringen.


Auch eine Art Quidditch ist angedacht

Zum einen generiert sie Aufmerksamkeit – was den Firmen bei der Gewinnung von Kunden und Talenten hilft. Zum anderen dürfte der Wettbewerb die Ingenieure zu immer neuen Ideen anspornen und so letztlich für noch bessere Produkte sorgen. Die Köpfe hinter Jetpack Aviation denken daher bereits über die Entwicklung weiterer Sportarten nach. So wird aktuell eine Art Ballspiel mit Jetpacks erprobt, das dem Quidditch-Sport aus den Harry-Potter-Romanen nicht unähnlich sein soll. Hier ist aber noch unklar, ob sich auch daraus ein offizieller Wettbewerb entwickeln wird. In jedem Fall gilt: Zuschauer vor Ort sollten sich Ohrenschützer mitnehmen. Denn die Jetpacks erreichen theoretisch Geschwindigkeiten von 320 Stundenkilometern und sind dabei so laut wie ein startender Düsenjet. Die bisher veröffentlichten PR-Videos wurden daher stets mit Musik unterlegt.

Via: New Atlas

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