Der Alder Creek Forest in Kalifornien ist ein beeindruckendes Natur-Monument und besteht zu einem nicht unerheblichen Teil aus Riesenmammutbäumen. Diese können mehrere tausend Jahre alt werden und sind dementsprechend mächtige Gebilde. Fast fünfhundert der Bäume kommen auf einen Durchmesser des Stamms von mehr als 180 Zentimetern. Innerhalb des Waldes befindet sich zudem mit dem Stagg Tree noch eine ganz besondere Attraktion: Es handelt sich um den fünftgrößten Baum der Welt. Der Alder Creek Forest ist aber auch deshalb eine Besonderheit, weil er sich noch in Privatbesitz befindet. Genau genommen handelt es sich um den größten Riesenmammutbaum-Wald in privater Hand weltweit. Um diesen dauerhaft für die Menschheit zu erhalten, hat die Umweltschutzorganisation „Save the Redwoods League“ einen Deal mit den Eigentümern ausgehandelt.


Private Spenden werden dringend gesucht

Demnach wechselt der Wald den Besitzer, wenn bis zum 31. Dezember 2019 15,65 Millionen Dollar gezahlt werden. Alleine dass diese Vereinbarung getroffen werden konnte, ist schon ein großer Erfolg. Denn die Verhandlungen zogen sich über mehr als zwei Jahrzehnte hin. Einen Haken gibt es allerdings noch: Bisher haben die Umweltschützer die Summe noch nicht zusammen. Deshalb wenden sie sich an die Öffentlichkeit und bitten um Spenden. Dass dies durchaus funktionieren kann, zeigt ein Beispiel aus Kanada. Dort spendeten Menschen aus aller Welt immerhin gut drei Millionen Dollar, um einen abgelegenen Fjord nicht den Holzfällern zu überlassen. Auf eine ähnliche Zahlungsbereitschaft hoffen nun auch die Aktivisten der „Save the Redwoods League“. Helfen könnte die Tatsache, dass die Riesenmammutbäume fest mit der Geschichte der amerikanischen Umweltbewegung verbunden sind.

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Einheimische Tier- und Pflanzenarten sollen zurückkehren

Denn schon vor mehr als 150 Jahren taten sich Leute zusammen, um einen Mammutbaum-Hain im Yosemite-Nationalpark zu schützen. An diese Tradition soll nun angeknüpft werden. Ewig wollen die Naturschützer den Wald allerdings nicht in ihrem eigenen Besitz behalten. Stattdessen ist geplant, einige einheimische Arten wieder anzusiedeln, die durch die Holzindustrie vertrieben wurden. Außerdem wird der Zugang für die Öffentlichkeit erleichtert. In fünf bis zehn Jahren soll der Alder Creek Forest dann an die staatlichen Behörden übergeben werden. Diese kümmern sich auch heute schon um die Mehrzahl der 76 noch existierenden Mammutbaum-Haine und könnten den Wald in ein einheitliches Schutzkonzept integrieren. Die finanziellen Mittel der Behörden reichen aber nicht aus, um den Alder Creek Forest direkt selbst zu kaufen.

Via: Treehugger

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3 Kommentare

  1. Cris

    23. September 2019 at 22:10

    Trauriger Kapitalismus!

  2. Olli

    24. September 2019 at 07:38

    Kann ich nicht nachvollziehen, dass sowas notwendig ist. Eigentlich sollte der Eigentümer doch dennoch nicht tun können was er will. In Deutschland ist es wirklich schöner geregelt. Ohne Genehmigung darfst du eben auch auf deinem vermeintlichen Eigentum nicht machen was du willst. Besser noch: Vermutlich könnte man den Eigentümer sogar verpflichten die Bäume zu schützen…

  3. Cris

    24. September 2019 at 08:54

    Ja aber in Deutschland kannst du auch mal eben enteignet werden wenn durch dein Grundstück eine Autobahn gezogen werden soll.

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