Die meisten werden sich noch erinnern können, als ein kleines Unternehmen namens Phonebloks vor nicht allzu langer Zeit die Idee zu einem modularen Smartphone auf Kickstarter präsentierte. Die Idee, Smartphone Komponenten wie Kameras, Mikrofone und andere einzelnd zum Auswechseln auf den Markt zu bringen, hat ein enormes Potential, denn so können Nutzer ihre Smartphones genauso gestalten und zusammen setzen, wie sie es möchten.


Eine bessere Kamera? Dafür muss man sich in Zukunft kein vollständig neues Smartphone anschaffen, sondern kann sich einfach eine neue Kamera zum Beispiel auch mit einem Freund, gegen das bessere Soundsystem, welches man eh nicht so oft nutzt, eintauschen. Die Idee zum modularen Smartphone hat einige große Hersteller auf den Plan gerufen, denn wie bei Kapselkaffee steckt eine höhere Marge in diesem Modell. Unter den Herstellern ist natürlich auch Google, welches mit dem Spiral schon in diesem Jahr das erste modulare Smartphone in Süd-Amerika auf den Markt bringen wird. Mehr zum innovativen Spiral Modular-Smartphone und Google´s Plänen erfahrt, seht und lest ihr in diesem Artikel.


Spiral 2 – Google startet mit modularem Smartphone

Von dem Unternehmen Phonebloks hat man in der letzten Zeit nur wenig gehört, obwohl das Unternehmen nun mit Motorala zusammenarbeitet um das modulare Smartphone in die Realität umzusetzen, ein Unternehmen ist schneller, nämlich Google. Die Idee zum modularen Smartphone hat damals eine große Welle des Enthusiasmus in der Web-Szene ausgelöst, daher ist es nicht verwunderlich, dass Google sich im Rahmen des Projekts „Ara“ sofort an die Entwicklung eines entsprechenden Smartphones gesetzt und dieses schon in diesem Jahr in Süd-Amerika das Spiral Modular-Smartphone auf den Markt bringt. Vorne befindet sich am Spiral 2 ein großes Display, mit einem Empfänger und einem Distanzsensor. Auf der Rückseite gibt es acht flache Fächer in die man die modularen Teile wie eine neue Kamera, Bluetooth, USB Port, Nachtsichtgerät, besserem Akku und so weiter hineinstecken kann und die via Magneten an dem Smartphone haften.

Können sich modulare Smartphone durchsetzen?

Im Sommer 2015 will Google das Spiral 3 (die Weiterentwicklung von Spiral 2) in Puerto Rico erstmals auf den Markt bringen und testen, wie sich die Käufer des neuen modularen Smartphones um die neuen auswechselbaren Teile verhalten. Je mehr solcher modularen Smartphones auf den Markt kommen, desto schwieriger wird es irgendwann den Überblick zu behalten. Eine übergreifende Vereinheitlichung der einzelnen Komponenten könnte ein Mittel zum Erfolg der Modular-Smartphones werden, doch dies ist, wenn man sich die Konkurrenz wie Apple, Samsung und Motorola anschaut, relativ unwahrscheinlich, auch wenn alle irgendwo davon profitieren würden. Vor allem die Umwelt, denn so würde der Kauf von neuen Modellen und das Wegwerfen von alten Smartphones überflüssig gemacht werden. Dazu werden sich die Hersteller aber nicht hinreissen lassen. Wie sich die Entwickler auch entscheiden: Man kann davon ausgehen, dass kleinere Hersteller mit neuen kreativen Teilen an den Start kommen werden, analog zu Applikationen in Appstores. Durch diese Hersteller, die natürlich die modularen Teile auch vermarkten werden, wird die Qualität auf Dauer wie auch die Zugänglichkeit zu den modularen Teilen erhöht. Man kann davon ausgehen, dass sich modularen Smartphones einen wichtigen Platz im Smartphone Segment einnehmen werden. Welchen genau, dass entscheiden dann wiederum wir, die Nutzer.

Das Video zu Spiral 2 von Google

https://www.youtube.com/watch?v=ZlsawrmaEgU

Quelle: MIT Review

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