Plastikstrohhalme scheinen als Angriffspunkt gegen den Plastikmüll identifiziert worden zu sein. Nach McDonald’s gab nun auch die amerikanische Kaffeekette Starbucks bekannt, in Zukunft auf die Trinkhilfen aus Plastik verzichten zu wollen. Das Unternehmen will damit pro Jahr mehr als eine Milliarde Strohhalme einsparen. Vollständig auf Kunststoff als Verpackungsmaterial verzichten kann die Kette dennoch nicht.


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Die Deckel sind dennoch aus Plastik

Damit die Strohhalme entsprechend ersetzt werden können, hat Starbucks extra neue Deckel für die verwendeten Becher entwickelt. Diese verfügen über eine schnabelförmige Öffnung und sind – wie sollte es anders sein – aus Plastik. Dennoch enthalten die Verpackungen nun ohne die Strohhalme insgesamt weniger Plastik. Die Deckel sollen ab Herbst in Seattle und Vancouver und dann im Laufe der Zeit weltweit eingesetzt werden. Bis 2020 will Starbucks überhaupt keine Strohhalme mehr verwenden.


Damit befindet sich die Kette in guter Gesellschaft. Auch McDonald’s, Rewe und Lidl will sich von Plastikstrohhalmen trennen. Grund hierfür ist auch politischer Druck. In Großbritannien ist ein Verbot von Einwegprodukten aus Kunststoff auf dem Weg, und auch die EU-Kommission arbeitet an einer entsprechenden Regelung. Und auch in den USA wird zumindest auf der lokalen Ebene versucht, Plastikmüll zu vermeiden. In Seattle hat Starbucks seine Heimat, und dort wurde erst kürzlich ein Verbot von Plastikstrohhalmen und anderen Einwegprodukten in der Gastronomie durchgesetzt. Starbucks nutzt dies nun, um sich auch anderweitig umweltfreundlicher positionieren zu können. Das Unternehmen entwickelt gerade etwa kompostierbare Becher für heiße Getränke.

Es handelt sich somit in jedem Fall um eine gute Initiative – auch wenn weder McDonald’s noch Starbucks mittelfristig ganz auf Plastik verzichten werden. Aber Plastikstrohhalme tragen tatsächlich im größeren Stil zu den Plastikabfällen bei. Die Folgen derartiger Müllberge kann man auf den Weltmeeren recht gut verfolgen.

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