Das Online-Versandhaus Amazon experimentiert derzeit mit neuen Liefermethoden. Im Wesentlichen konzentriert sich das Unternehmen auf die Auslieferung von Paketen mit autonomen Drohnen, aber auch die Lieferung direkt in den Kofferraum des Kunden wird erprobt. Die beiden Gründer von Skype, Ahti Heinla und Janus Friis, arbeiten derweil an einer anderen Liefermethode: Ihre Lösung kommt über die Straße und heißt Starship. Nach der Vision der beiden Unternehmer sollen Lieferungen in Zukunft von einem kleinen fahrenden Roboter ans Ziel gebracht werden.


Foto: Starship
Foto: Starship

Lieferung auf Rädern

Starship erinnert ein bisschen an eine rollende Kühlbox mit vier Rädern und soll in Zukunft beladen mit Supermarktware, frischen Brötchen, Medikamenten oder anderen Waren über Gehwege den Weg zu den Kunden suchen. Kurz vor der Ankunft alarmiert der Roboter den Empfänger, damit dieser seine Lieferung nach Eingabe eines Codes entgegennehmen kann.

Ungefähr zwei gefüllte Supermarkttüten mit einem Gewicht von insgesamt 15 kg soll der Roboter transportieren können. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6 Stundenkilometern sucht er sich einen Weg zum Ziel und beachten dabei sogar Ampelphasen. Dass Starship selbstständig Fußgängern ausweichen kann ist dabei fast schon eine Selbstverständlichkeit.


Günstige Alternative zu Drohnen

Bisher befinden sich die kleinen Wagen nur in der Testphase. Die beiden Erfinder sind aber überzeugt davon, dass das Konzept eine Zukunft hat. Die rechtlichen Hürden, die dabei überwunden werden müssen, dürften deutlich geringer ausfallen als bei den fliegenden Alternativen. Die kleinen Roboter werden von einem Elektromotor angetrieben und verbrauchen logischerweise deutlich weniger Energie als eine fliegende Drohne. Die Reichweite der Gefährte soll bei bis zu 5 Kilometer liegen, und in Zukunft soll das Konzept auch um die Fähigkeit erweitert werden, Lieferungen bis in den 5. Stock zu bringen. Als Lieferzeit geben die Erfinder einen Zeitraum zwischen 5 und 30 Minuten an.

Die Roboter sollen ihren Weg zwar automatisch finden, aber ganz ohne Aufsicht werden sie nicht operieren. Die Starships sind mit Kameras und Lautsprechern ausgestattet, je Hundert der Lieferroboter werden von einem Mitarbeiter überwacht. Sollte beispielsweise eine Ampel nur per Knopfdruck aktiviert werden können, so kann das Starship ganz klassisch einen Passanten per Lautsprecher um Hilfe bitten.

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1 Kommentar

  1. Björn

    12. Dezember 2018 at 08:27

    Ich sehe schon die ersten Kinder auf den Dingern reiten, was die Leute, welche gegen Roboter sind, machen werden ist auch ganz klar. Und wenn es keine Passanten gibt bleibt der kleine wie lange an einer Ampel stehen?! ^^
    . . . da gibt es noch ein paar Schwierigkeiten zu überwinden.

    MfG ich bleib gespannt.

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