Manchmal klingt eine Idee deutlich besser als die dann folgende Umsetzung. Dies war auch beim amerikanischen Startup Megabots der Fall. Die Macher dort wollten gemeinsam mit der japanischen Firma Suidobashi Heavy Industries interkontinentale Roboter-Kämpfe veranstalten. Beide Unternehmen bauten daher riesige Kampfroboter, die jeweils von einem Piloten in einem integrierten Cockpit gesteuert wurden. Vor rund zwei Jahren fand dann tatsächlich der erste direkte Kampf gegeneinander statt. Das Event endete mit einem Unentschieden: Jedes Team konnte jeweils einen Kampf für sich entscheiden. Allerdings erwiesen sich die Auseinandersetzungen zwischen den Robotern als deutlich weniger spektakulär als erwartet. Diese waren schlicht viel zu schwerfällig, um für actiongeladene Spannung zu sorgen.


Die Geschäftsidee erwies sich als zu ambitioniert

Hinzu kam eine etwas merkwürdige Art der Präsentation. Denn die Kämpfe fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu einem vorher nicht kommunizierten Termin statt. Anschließend wurde zwar ein professionell produziertes Video im Stil einer Sportübertragung veröffentlicht. Auch dies konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kämpfe selbst eher weniger spektakulär waren. Möglicherweise ist dies auch einer der Gründe, weshalb Megabots das Engagement nun beenden musste. Wie einer der Gründer dem US-Magazin Techcrunch mitteilte, können die Zinsen eines aufgenommenen Darlehens nicht mehr bedient werden. Deshalb will die Firma nun alle noch werthaltigen Sachen verkaufen und anschließend Insolvenz anmelden. Für die Fans von tonnenschweren Robotern könnte dies zu einer einmaligen Gelegenheit führen.

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Der Roboter wird mit bekannten Mängeln verbaut

Denn das Startup hat den Roboter Eagle Prime, der im direkten Duell mit seinem japanischen Konkurrenten einen Sieg einfahren konnte, auf eBay zum Verkauf angeboten. Aktuell liegt das höchste Gebot bei etwas mehr als 91.000 Euro. Hinzu kommen allerdings noch die Versandkosten, die ebenfalls nicht ganz billig sind. Einfach mit dem Roboter nach Hause zu fahren, dürfte aber auch keine Lösung sein. Denn in der Auktionsbeschreibung wird darauf hingewiesen, dass der Roboter am besten auf einem harten und sauberen Untergrund funktioniert. Mit Schmutz und Dreck kommt er hingegen weniger gut klar. In etwa alle vier Stunden ist zudem mit einem Leck an der Hydraulik zu rechnen. Abgesehen davon ist Eagle Prime aber voll funktionsfähig. Bedenkt man, dass die Entwicklung rund 2,5 Millionen Dollar gekostet hat, könnte es sich sogar um ein echtes Schnäppchen handeln.

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Via: eBay

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