Die Siedler von Catan ist eines der erfolgreichsten Brettspiele aller Zeiten. Es eignet sich aber auch hervorragend, um die Fertigkeiten eines Roboterarms zu testen. Denn die vielen kleinen Straßen und Siedlungen müssen akkurat platziert werden. Die einzelnen Spielfelder sind dabei zudem nicht quadratisch, sondern sechseckig – was für die Programmierer noch einmal eine weitere Herausforderung darstellt. Studenten der OTH Regensburg haben sich davon allerdings nicht abschrecken lassen. Sie programmierten einen Roboterarm der deutschen Firma Kuka so, dass dieser die einzelnen Spielzüge des beliebten Brettspiels durchführen kann. Auch die Figur des Räubers kann dabei natürlich mit Hilfe des Roboterarms versetzt werden.


Der Roboter lernt zunächst die menschlichen Züge umzusetzen

Zuletzt hatte Google Schlagzeilen gemacht, weil ein schlauer Algorithmus des Unternehmens den Weltmeister im Brettspiel Go schlug. Dabei wurde allerdings der umgekehrte Ansatz verfolgt. Dort kalkulierte der Computer den nächsten Spielzug – dieser wurde dann physisch aber von einem Menschen ausgeführt. Beim Siedler von Catan Projekt gehen die Studenten hingegen den umgekehrten Weg: Der Roboter lernt zunächst die von den Menschen angesagten Züge umzusetzen. Zukünftig soll aber auch hier künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen. Deswegen wurde bereits eine Online-Plattform entwickelt, auf der das Spiel am Computer gespielt werden kann. Die dort gewonnenen Daten sollen dann helfen, einen Algorithmus zu entwickeln, der das Spiel beherrscht und aus Fehlern lernt.


Ein direkter Vergleich Mensch gegen Maschine dürfte schwierig werden

Anders als Schach oder Go enthält die Siedler von Catan allerdings auch eine Glückskomponente – es handelt sich schließlich um ein Würfelspiel. Außerdem gibt es auch interaktive Elemente – beispielsweise die Möglichkeit Rohstoffe untereinander zu tauschen. Ein direktes Duell Mensch gegen Maschine dürfte sich also aktuell noch schwer verwirklichen lassen. Darum ging es den Studenten in Regensburg ursprünglich aber auch gar nicht. Sie wollten lediglich eine praktische Anwendung für das theoretisch gelernte Wissen finden – und haben dabei ihre Brettspielleidenschaft mit dem Studium verbunden. Es bleibt daher spannend, in welche Richtung sich das Projekt in der Zukunft noch entwickeln wird.

Via: Popsci

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