Autonome Autos sind die Zukunft – allerdings eine Zukunft, die noch recht weit entfernt ist. Allerdings sind selbstfahrenden Autos bereits heute nicht nur denjenigen vorbehalten, die sich ein Auto von Tesla leisten können. Ein Student der University of Nebraska verwandelte seinen Honda Civic in ein selbstfahrendes Auto – und gab dafür lediglich 700 US-Dollar aus.


Open-Source-Software bringt Autos das autonome Fahren bei

Mit den 700 Dollar erstand Brevan Jorgenson Hardware, mit der er seinem Honda Civic das autonome Fahren mit Hilfe einer Open-Source-Software beibrachte. Jorgenson war Betatester für comma.ai, ein Unternehmen, das daran arbeitete, autonomes Fahren leichter zugänglich und für jedes Auto verfügbar zu machen. Ucomma.ai scheiterte letztlich, aber Jorgenson konnte seine Erfahrungen als Betatester nutzen, um seinen Honda Civic in ein selbstfahrendes Auto zu verwandeln.


Comma.ai entwickelte ein Kit, mit dessen Hilfe bestimmte Fahrzeuge für 999 US-Dollar so modifiziert werden konnten, dass sie auf dem Highway autonom lenken und Stop-and-Go-Verkehr folgen können. Der Gründer George Hotz stellte seine Bemühungen ein, nachdem er wegen seiner Pläne Probleme mit der National Highway Traffic Safety Administration bekam. Nachdem er die Entwicklung im November letztes Jahr einstelle, veröffentlichte er die Pläne und die Software Open Source im Internet.

Geringer Aufwand mit großem Effekt

Kurz nachdem Hotz die Software veröffentlichte, begann Jorgenson, sein Auto umzubauen. Sein 2016 Honda Civic gehörte zu den zwei Fahrzeugen, die Anfangs von Comma unterstützt wurden. Die Bedenken der National Highway Traffic Safety Administration galten nur für Unternehmen, nicht jedoch für Privatleute. Jorgensons Vorhaben stand also nichts im Weg.

Um seinen Honda Civic umzubauen, benötigte Jorgenson ein OnePlus 3 Smartphone mit Commas Openpilot-Software, eine Leiterplatte, die das Smartphone mit der Elektronik des Autos verbindet sowie ein Case aus dem 3D-Drucker. Jorgenson ließ das Case bei einem Online-Service drucken und lötete die Leiterplatte selber zusammen.

Im vergangenen Januar testete er seinen Eigenbau dann. „It was dark on the interstate, and I tested it by myself because I figured if anything went wrong I didn’t want anybody else in the car. It worked phenomenally„, so Jorgenson über seine erste Testfahrt. Das System ähnelt von der Funktionalität her der ersten Version von Teslas Autopilot.

via MIT Technology Review

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