Australien ist bisher nicht als große Raumfahrnation in die Geschichte eingegangen. Zwar schickt das Land von Zeit zu Zeit Telekommunikationssatelliten in den Weltraum, ansonsten überlässt das Land die Forschung und die bemannte Raumfahrt eher anderen Nationen. Bis heute war daher auch noch kein Australier im Weltall. Daran wird auch die australische Studentin Solange Cunin vorerst nichts ändern. Abgesehen davon hat sie aber große Pläne für Australiens Raumfahrtindustrie. Mit Hilfe von so genannten CubeSats – quadratischen Raketen im Miniformat – will sie regelmäßig Transportflüge in den Weltall anbieten und dabei den Platz in den Raketen an Forschungseinrichtungen und andere Interessenten vermieten.


CubeSats vor der Internationalen Raumstation
CubeSats vor der Internationalen Raumstation

Weltraumtransporte bis zu ein Viertel günstiger

Um das Vorhaben umzusetzen, hat sie gemeinsam mit dem Studenten Sebastian Chaoui das Unternehmen Quberider gegründet. „Im Moment ist es sehr schwierig von Australien aus in den Weltraum zu kommen. Wenn du etwas dorthin transportieren willst, musst du einen kompletten Satelliten bauen. Das kostet mehr als 200.000 Dollar und dauert Jahre, weil du alles zunächst testen und zertifizieren lassen musst“, erklärt Cunin das Problem. Quberider soll nun standardisierte CubeSats entwickeln, die dann regelmäßig Flüge anbieten. Auf diese Weise soll der Transport von Forschungsmaterialien in den Weltraum lediglich noch rund 50.000 Dollar kosten.

Erster Flug Ende nächsten Jahres

„In Australien ist die Ansicht verbreitet, dass es zu schwierig und zu teuer ist wissenschaftliche oder technische Nutzlast in den Weltraum zu schicken. Diese Barriere wollen wir durchbrechen“ erläutert die Unternehmensgründerin das Konzept hinter dem Startup. Der erste der nur 30 Zentimeter großen Miniraketen soll sich dann Ende nächsten Jahres auf den Weg ins All machen. Mehrere Universitäten und Forschungseinrichtungen haben bereits ihr Interesse signalisiert. Starten werden die Satelliten allerdings von außerhalb Australiens, ansonsten soll es aber ein rein australisches Projekt bleiben und nicht zuletzt für einen Aufschwung der einheimischen Weltraumforschung sorgen.


Via: Phys.org

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