Energydrinks erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Neben Marktführer Red Bull gibt es inzwischen eine ganze Reihe weiterer Produkte, die einen ähnlichen Effekt versprechen. Weitgehend unbestritten ist dabei, dass der übermäßige Konsum dieser Getränke gesundheitsschädlich ist. Auf jeder Dose ist daher inzwischen ein entsprechender Hinweis aufgedruckt. Kinder und Jugendliche sollten bei Energydrinks zudem besonders zurückhaltend sein. Forscher der „Mayo Clinic“ in Minnesota haben nun aber untersucht, welche Auswirkungen bereits der Konsum von einer Dose der Aufputschdrinks hat. Das Ergebnis: Der Blutdruck steigt stark an und es kommt zu einer verstärkten Ausschüttung von Stresshormonen.


By Dominicp (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
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Die Forscher produzierten eigens ein Placebo ohne Wirkstoffe

Insgesamt kamen bei der Studie 25 Probanden zum Einsatz. Diese mussten für 24 Stunden fasten und auch auf den Genuss von Alkohol und koffeinhaltigen Getränken verzichten. Zunächst tranken sie dann eine Dose des Energydrinks Rockstar. In einem zweiten Schritt zwei Wochen später wiederum tranken sie ein Placebo, das zwar so aussah und schmeckte wie ein Energydrink – aber nicht deren aufputschende Inhaltsstoffe besaß. Entfernt wurden also Koffein, Taurin und Extrakte der Guarana- und Ginsengwurzel sowie der Mariendistel. Anschließend wurden die bei beiden Versuchsreihen gewonnen Daten verglichen. Dabei zeigte sich, dass der Rockstardrink den Blutdruck durchschnittlich um 6,4 Prozent ansteigen ließ.

Das Hormon Noradrenalin wird gehäuft ausgeschüttet

Ein ähnlicher Effekt ließ sich auch beim Hormon Noradrenalin beobachten. Dieses regt unter anderem das Herz-Kreislauf-System an. Eine dauerhaft zu hohe Konzentration kann aber zu einer Herzinsuffizienz führen. Der Energydrink ließ die Produktion des Hormons nun um 74 Prozent ansteigen. Auch bei der Kontrollgruppe mit dem Placebo ließ sich ein Anstieg beobachten – dieser fiel mit 31 Prozent aber deutlich geringer aus. Die Forscher wollen nun in größer angelegten Studien und mit anderen Marken herausfinden, inwieweit die festgestellten Veränderungen bereits gesundheitsgefährdende Folgen haben können. Gegebenenfalls müssten dann die Warnhinweise auf den Dosen angepasst werden.


Vor einiger Zeit berichteten wir zudem bereits darüber, welche Auswirkungen eine Dose Cola auf den menschlichen Körper hat.

Via: Science Alert

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