Die Klimabilanz von Elektroautos kann sehr stark schwanken und hängt davon ab, wie der benötigte Strom produziert wurde. Stammt dieser aus einem Kohlekraftwerk ist die Bilanz deutlich schlechter als wenn Erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Selbiges gilt aber auch für Fahrten mit der Bahn. Zudem steht fest: Klimafreundlicher als der klassische Verbrennungsmotor sind Elektrofahrzeuge in jedem Fall. Dies bestätigt nun auch eine Studie des Freiburger Öko-Instituts. Demnach gab es in Deutschland Ende letzten Jahres 34.300 reine Elektroautos. Hinzu kamen noch 28.000 Hybridfahrzeuge, die zumindest einen Teil der Strecke mit Elektroantrieb zurücklegen. Die Forscher haben nun den aktuellen deutschen Strommix als Grundlage genommen und berechneten so die exakte Klimabilanz. Das Ergebnis: Kämen statt der Elektroantriebe Verbrennungsmotoren zum Einsatz, würde sich der jährliche CO2 Ausstoß um 76.000 Tonnen erhöhen.


Die Klimabilanz der Fahrzeugtypen unterscheidet sich signifikant

Auf diese Weise lässt sich zudem auch bestimmen, wieviel CO2 pro gefahrenem Kilometer produziert wird. Bei reinen Elektroautos liegt dieser Wert bei 85 Gramm. Hybridfahrzeuge kommen immerhin noch auf 130 Gramm, wobei die Forscher davon ausgingen, dass etwa die Hälfte der Strecke mit dem Elektroantrieb zurückgelegt wird. Deutlich schlechter sieht die Bilanz von Autos mit Verbrennungsmotor aus: Dieselfahrzeuge verursachen 174 Gramm CO2 pro Kilometer und Benziner sogar stolze 201 Gramm. Um die jährliche CO2-Einsparung durch die Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen zu berechnen, haben die Forscher nun eine Fahrleistung von 15.000 Kilometern zugrunde gelegt und konnten so den Wert von 76.000 Tonnen errechnen.


Neue Modelle sollen den Absatz von Elektroautos ankurbeln

Deutlich größer wäre der Einspareffekt, wenn die Bundesregierung ihr Ziel von einer Millionen Elektroautos bis zum Jahr 2020 erreichen würde. Dann könnten jährlich sogar 800.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Auch dies wäre allerdings nur ein Anfang. Denn der gesamte PKW-Verkehr in Deutschland verursacht aktuell einen Ausstoß von 120 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Die deutschen Kunden halten sich zudem bisher mit dem Kauf von Elektrofahrzeugen noch zurück – trotz der staatlichen Kaufprämie von 4.000 Euro. Hoffnung ist allerdings in Sicht, denn zahlreiche Hersteller haben neue Fahrzeuge angekündigt, die eine größere Reichweite haben werden und gleichzeitig günstiger sind als die bisherigen Modelle. Dazu gehören unter anderem Tesla und die deutschen Autobauer.

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2 Kommentare

  1. Uwe Krame

    7. Februar 2017 at 17:44

    die stehen hinterher doch genau so im Stau wie Verbrenner ……

  2. Andrea

    8. Februar 2017 at 19:01

    Gibt es zu der Studie auch einen Link? Auf der Website des Öko-Institutes habe ich leider keine entsprechende Publikation gefunfen.

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