Aktuell gibt es gleich eine ganze Reihe an Projekten, die eine dauerhafte Besiedelung des Mars im Sinn haben. Neben der US-Raumfahrtbehörde NASA arbeitet auch das Unternehmen Space X und die Stiftung Mars One an entsprechenden Plänen. Allen Planungen ist dabei aber eine Grundvoraussetzung gemeinsam: Die auf dem Mars benötigte Nahrung kann nicht dauerhaft von der Erde geliefert werden, sondern muss langfristig vor Ort erzeugt werden. Bisher gab es allerdings logischerweise noch keine Erfahrungswerte über mögliche Schadstoffe in Gemüse, das auf dem Mars angebaut wurde. Eine niederländische Studie hat nun allerdings die Bedingungen simuliert und kommt zu einem beruhigenden Ergebnis: Zumindest vier Pflanzensorten können problemlos gegessen werden.


Die Pflanzen enthielten keine Rückstände an Schwermetallen

Dazu gehören Radieschen, Erbsen, Tomaten und Roggen. Weitere Pflanzen sollen zudem in Kürze das selbe Testverfahren durchlaufen. Einige Wissenschaftler hatten dabei im Vorfeld Bedenken geäußert, weil der Boden auf dem Mars Schwermetalle wie Kupfer und Blei enthält. Befürchtet wurde, dass diese auch in den angebauten Pflanzen zu finden sein würden. Tests mit einem -extra von der Nasa entwickelten – simulierten Marsboden zeigten nun aber: Dies ist nicht der Fall. „Wir können die Radieschen, Erbsen, Tomaten und den Roggen tatsächlich essen und ich bin sehr gespannt wie sie schmecken werden“, erklärt der an der Studie beteiligte Forscher Wieger Wamelink.


2018 sollen did ersten Pflanzen den Mars erreichen

„Es ist wichtig so viele Pflanzen wie möglich zu testen, um sicher zu stellen, dass die Siedler auf dem Mars eine weite Bandbreite an unterschiedlichen Nahrungsquellen haben“, so der Wissenschaftler weiter. Unterstützt wurden die Forschungen durch das Mars One Projekt. Dabei sollen Freiwillige ab dem Jahr 2025 auf dem Mars siedeln – und dort den Rest ihres Lebens verbringen. Die Nahrungsmittelproduktion vor Ort ist dabei ein elementarer Teil der Planungen. Bereits im Jahr 2018 sollen daher die ersten Pflanzensamen den roten Planeten erreichen. Die dabei gesammelten Daten sollen dann bei der finalen Planung der Mars One Mission helfen.

Via: Digitaljournal

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1 Kommentar

  1. Christoph

    25. Juni 2016 at 00:28

    Krass man, die meinen es wohl wirklich ernst. Ich kann mir vorstellen, dass einzelne Projekte sich auflösen werden, aber ihre bereits geleisteten Bemühungen ausgezahlt bekommen. Am Ende gibt es ein großes Projekt, dass dann halt aus vielen Projekten Ressourcen hat. Wann soll denn das erste Shuttle mit Pflanzensamen starten? Dann muss ja auch noch ein Gebiet ausgemacht werden, in dem diese Ansiedelung beginnen soll. Das kann das größte Projekt der Menschheit werden. Aber man muss natürlich mit Verlusten rechnen. Viele Marsmissionen sind auch ins Wasser gefallen.

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