Ein internationales Forscherteam hat ermittelt, dass die Lebenserwartung im Schnitt weltweit um 6,2 Jahre zugenommen hat. Als Grund wird der medizinische Fortschritt genannt. Beim Vergleich der einzelnen Länder werden jedoch noch recht große Unterschiede festgestellt. Die den ermittelten Zahlen zu Grunde liegende Zeitspanne erstreckt sich von 1990 bis 2013.


Menschen werden älter, leben aber auch mehr in Krankheit

Die Auswertung von Daten aus 188 Ländern ergab, dass die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen steigt. Allerdings gibt es beim Vergleich einzelner Länder noch gravierende Unterschiede. So wird ein Japaner, der 2013 geboren ist im Schnitt 83,3 Jahre alt, während die Lebenserwartung eines im afrikanischen Lesotho lebenden Menschen 48,3 Jahre beträgt. In den meisten Ländern ist die durchschnittliche Lebenserwartung jedoch gestiegen.


Die Wissenschaftler stufen die Entwicklung als „signifikant und positiv“ ein. Dennoch geht mit der längeren Lebenszeit auch regelmäßig ein längerer Leidensweg einher. Das Stichwort Krankheiten spielt hier eine wichtige Rolle. So leiden in Deutschland immer mehr Männer an akuten Rückenschmerzen, während Frauen anfälliger für Depressionen sind. Mit dem Anstieg der Lebenserwartung im weltweiten Schnitt von 6,1 Jahren, gehen 5,4 Jahre mehr in Gesundheit einher. Der Mensch ist also im Durchschnitt 0,7 Jahre länger krank. Zu den häufigsten Beschwerden zählen neben dem bereits genannten Rückenleiden auch Herzkreislauferkrankungen, Atemwegsleiden, Schlaganfälle und auch Leiden aus Verkehrsunfällen. Vorwiegend haben Männer mit den Folgen von Verkehrsunfällen zu kämpfen.

Deutschland liegt im Hinblick auf die durchschnittliche Lebenserwartung ganz gut im oberen Bereich. Menschen die 2013 geboren wurden, werden im Schnitt 80,1 Jahre alt. Insgesamt liegt die gesunde Lebenserwartung bei 68,8 Jahren. Im weltweiten Vergleich liegt die durchschnittliche Lebenserwartung eines Menschen der 2013 geboren ist bei 71,5 Jahren. 1990 waren es lediglich 65,3 Jahre. Die Forscher schrieben die Ergebnisse der aktuellen und ziemlich umfangreichen Studie im Fachblatt „The Lancet“ nieder.

Entwicklungen in der Zukunft forcieren Bekämpfung von Krankheiten

Im Bereich der Gesundheit wurden weltweit große Fortschritte erzielt. Diabetes kann besser behandelt und kontrolliert werden. Auch im Kampf gegen Krebs ist die Medizin schon recht fortgeschritten. Technologische Weiterentwicklungen aber auch die Natur als Vorbild ist immanent wichtig um die Gesundheit generell zu fördern und den Körper zu verstehen. In der Folge wird es weiter darum gehen Krankheiten besser in den Griff zu bekommen und Behinderungen vorzubeugen beziehungsweise besser zu behandeln.

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