Dank der so genannten Fracking-Technik zur Gewinnung von Öl und Gas sind die Energiepreise in den Vereinigten Staaten in den letzten Jahren massiv gesunken. Eine Studie der Nachrichtenagentur Associated Press zeigt nun aber, dass dieser Boom auch seine Schattenseiten hat. Denn das mit Chemikalien versetzte Wasser, dass in den Boden gepumpt wird, um die Energieträger hervorzuholen, muss anschließend aufgefangen und gereinigt werden. Dabei kommt es aber regelmäßig zu Unfällen und das verseuchte Wasser tritt aus. Den Berechnungen der Nachrichtenagentur zufolge sind durch Lecks und Überflutungen seit 2009 mehr als 600 Millionen Liter Fracking-Wasser unkontrolliert in die Umwelt gelangt.


Fracking
Foto: Fracking; Urheber Ostroff Law CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Enorme Mengen an Frischwasser werden benötigt

Dies kann verheerende Folgen für die Qualität des Trinkwassers und den Anbau von Ackerpflanzen haben. Die Zahl der aufgetretenen Lecks scheint dabei auf den ersten Blick extrem hoch zu sein. So wurden alleine im Jahr 2014 landesweit 4643 solcher Lecks gemeldet. Die Zahl erklärt sich aber durch die schiere Masse an Fracking-Wasser die kontrolliert werden muss. So liegt das Verhältnis zwischen benötigtem Wasser und gewonnenem Öl beispielsweise bei rund 10:1. Für jeden Liter Öl, der aus der Erde geholt wird, fallen also zehn Liter Fracking-Schmutzwasser an. Während des Fracking-Booms sind so enorme Mengen an kontaminiertem Wasser entstanden.

Frackingwasser tötet Tiere und verseucht Trinkwasser

Der Report verdeutlicht auch anhand von Beispielen, welche Folgen die unkontrollierte Verbreitung des Wassers für die Umwelt haben kann. So traten in North Dakota im Jahr 2006 aufgrund eines Lecks rund 3,7 Millionen Liter Frackingwasser aus. Dies führte zu einem Massensterben von Schildkröten und Fischen im Yellowstone River. Im Fort Peck Indianerreservat in Montana verunreinigte das Wasser sogar die städtischen Wasserleitungen und machten das Wasser völlig untrinkbar. Umweltschützer drängen daher seit längerem auf ein Verbot des Frackings oder zumindest strengere Auflagen für die Unternehmen.


Via: Eco Watch

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