Auch beim Versuch mit dem Rauchen aufzuhören, gilt: Es gibt viele Wege, das Ziel zu erreichen. Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Vorgehensweise zu einem selbst am besten passt. Studien belegen allerdings schon seit längerem, dass eine gewisse Gruppendynamik helfen kann, das Vorhaben auch tatsächlich durchzuziehen. Erstaunlicherweise scheint sich diese Grundannahme auch in sozialen Netzwerken zu bestätigen. Eine Untersuchung der Universitäten UC Irvine und Stanford zeigt, dass ein regelmäßiger Twitter-Austausch während des Abgewöhnens die Erfolgschancen der gesamten Twittergruppe erhöht.


Zigaretten Raucherpause
Zigaretten-Kippen

Gruppe organisierte sich selbstständig

Dabei wurden die Diskussionen von spezialisierten Experten durch bestimmte Tweets initiiert. Anschließend allerdings hielten diese sich aus den entstehenden Gesprächen heraus und beantworteten auch keine Frage. Zudem wurde die Gruppe immer nur als Ganzes angesprochen, einzelne Teilnehmer wurden nicht persönlich von den Forschern angeschrieben. Es ließ sich aber beobachten, dass sich innerhalb der Gruppe bestimmte Führungspersönlichkeiten herausbildeten, die dann dafür sorgten, dass fast alle Teilnehmer regelmäßig in die Diskussionen und den Erfahrungsaustausch einbezogen wurden.

Twitter wurde eifrig genutzt

Insgesamt nutzen 78 Prozent der Studienteilnehmer die Möglichkeit zu tweeten. Im Schnitt verschickten sie dabei 72 Nachrichten pro Tag. Nach rund einem Monat waren immerhin noch 60 Prozent der Teilnehmer regelmäßig bei den Diskussionen involviert. Die Untersuchung wurde dabei in zwei Schritten durchgeführt. Bei einer ersten Gruppe von Teilnehmern wurden von den Experten verschiedene Methoden der Gruppenansprache über Twitter getestet. Immerhin 42 Prozent der Teilnehmer schafften es in dieser Gruppe während des Untersuchungszeitraums nicht zu rauchen.
Beeindruckender ist allerdings der dann folgende zweite Schritt. Denn die Forscher nutzten die Erfahrungen mit der ersten Gruppe, um die zweite Gruppe noch zielgerichteter anzusprechen. Das Ergebnis: Beeindruckende 75 Prozent der Teilnehmer verzichteten auf Zigaretten. Ein – verglichen mit anderen Methoden – exzellenter Wert.


Quelle: Digital Journal

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