In der beliebten US-Sitcom „How I met your mother“ gibt es eine Folge, in der Barney Stinson am New York Marathon teilnimmt. Dafür zu trainieren, lehnt er allerdings ab. Anschließend steht er zwar den Marathon durch, hat anschließend aber einen solchen Muskelkater, dass er nicht mehr von seinem Sitz in der U-Bahn aufstehen kann. Forschungen australischer Wissenschaftler zeigen nun allerdings, dass der anschließende Muskelkater bei einer solchen Aktion ein eher vernachlässigbares Problem ist. Vielmehr führen solche enormen Anstrengungen ohne akkurate Vorbereitung dazu, dass Bakterien aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen und dort eine Blutvergiftung auslösen können. Unbehandelt kann diese sogar zum Tod führen.


Blutmarker wie bei Sepsis-Patienten

Die Wissenschaftler der „Monash University“ in Melbourne haben dazu Teilnehmer verschiedener Ultra-Events genauer untersucht. Dazu gehörten unter anderem 24-Stunden-Marathons oder Etappenrennen, bei denen an mehreren Tagen in Folge ein Marathon gelaufen wurde. Ein Vergleich der vor und nach den Rennen genommenen Blutproben mit den Werten einer Kontrollgruppe zeigte, dass die übermäßige Anstrengung zu einer Veränderung der Darmwand führte. Dies sorgte letztlich dafür, dass die im Darm präsenten Bakterien in den Blutkreislauf gelangten. „Beinahe alle unsere Teilnehmer hatten Blutmarker, die identisch waren wie bei Patienten, die mit einer Sepsis ins Krankenhaus kommen“, erläutert Ricardo Costa, Leiter der Studie, den Befund.


Gesundheitscheck und Vorbereitung sind wichtig

Nun aber die gute Nachricht: Fitte und gesunde Personen, die einen geregelten Formaufbau betreiben und regelmäßig trainieren, entwickeln eine entsprechende Immunreaktion und überstehen die Anwesenheit der Bakterien im Blut ohne negative Auswirkungen. Daraus schließt Dr. Costa: „Es ist wichtig, dass jeder, der an einem solchen Event teilnimmt, zunächst einen Gesundheitscheck absolviert und dann einen langsames und beständiges Trainingsprogramm befolgt, anstatt beispielsweise direkt nach einem Monat Training bei einem Marathon zu starten.“

Via: Newsnation

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