Südafrika hatte in den letzten Jahren immer wieder mit sogenannten Lastabschaltungen zu kämpfen. Dabei stellt der Stromversorger gezielt bei einem Teil der Kunden vorübergehend den Strom ab. Ganze Stadtteile liegen dann schon einmal im Dunkeln und müssen sich mit privaten Generatoren behelfen. Notwendig wird eine Lastabschaltung dabei immer, wenn nicht ausreichend Strom produziert werden kann, um die Nachfrage zu decken. Der Bau neuer Großkraftwerke nimmt allerdings mehrere Jahre in Anspruch und ist daher bestenfalls eine langfristige Lösung – zumal sich die Bauzeit durch Streiks und Planungsmängel zumeist noch erheblich verlängert. Hoffnung macht allerdings die Entwicklung der Erneuerbaren Energien: So nahm in der Northern Cape Region des Landes nun eine Windfarm den Betrieb auf, die in nur siebzehn Monaten errichtet wurde.


Der Windpark spart 300.000 Tonnen an Klimaemissionen ein

Damit blieb das Projekt exakt innerhalb des in den Planungen vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmens. Zukünftig sollen die insgesamt 35 Windräder, die 99 Meter in den Himmel ragen, dabei eine Kapazität von 80 MW besitzen. Dies reicht aus, um immerhin 69.000 südafrikanische Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen. Theoretisch lässt sich dabei zudem die Einsparung von rund 300.000 Tonnen an Karbonemissionen berechnen, die anfallen würden, wenn man dieselbe Menge Strom mit Hilfe fossiler Energieträger produzieren würde. Die Noupoort genannte Windfarm soll so zukünftig dazu beitragen, die Sicherheit der Stromversorgung zu erhöhen – ohne dabei das Klima zu schädigen.


500.000 südafrikanische Haushalte können durch Windkraft mit Strom versorgt werden

Südafrika hat angesichts der knappen Stromversorgung schon vor einiger Zeit damit begonnen, in Erneuerbare Energien zu investieren. Insgesamt besitzt das Land inzwischen fünfzehn größere Windparks, die umgerechnet rund 500.000 Haushalte mit klimafreundlicher Energie versorgen. Weitere Projekte sind zudem in Planung. Daran oftmals beteiligt ist das Unternehmen Mainstream Renewable Power. Der Spezialist für Windkraft- und Solaranlagen hatte vor kurzem verkündet, dass er bis zum Jahr 2018 in Afrika entsprechende Anlagen mit einer Kapazität von rund 1.300 MW errichten wird.

Via: Business Green

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