Auch in Südafrika kommt es immer wieder zu schweren Unfällen mit LKWs. Die Behörden der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal machen dafür auch die mangelnde Ausbildung vieler LKW-Fahrer verantwortlich. Als Gegenmaßnahme hat das Transportministerium daher nun einen Wohnwagen umgebaut und dort einen 3D-Fahrsimulator integriert. Die Nutzung soll dabei keine Strafmaßnahme für die Fahrer sein, sondern Teil eines zweistufigen Ausbildungsprogramms. Der erste Teil kann dabei online absolviert werden. Für den zweiten Teil reist der Wohnwagen durch die Provinz und bietet so allen Fahrern die Möglichkeit, das Training in der Nähe ihres Wohnortes zu absolvieren. Die Hoffnung der Behörden ist, so die Zahl der Verkehrstoten reduzieren zu können.


By Enthusiast10 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
By Enthusiast10 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Fehler haben am Bildschirm keine fatalen Folgen

Die Onlinekurse beschäftigen sich dabei vor allem mit der Fahrtvorbereitung. Die Fahrer sollen dafür sensibilisiert werden ihr Fahrzeug regelmäßig auf seine Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Dazu werden sie in die Lage versetzt bestimmte Warnsignale zu deuten und die zugrundeliegenden Probleme zu beheben. Innovativ ist dann aber vor allem der 3D-Simulator. Die Fahrer sitzen dabei tatsächlich in einem LKW-Sitz, sind entsprechend angeschnallt und verfügen über dieselben Steuerinstrumente wie in einem gewöhnlichen Lastwagen. Auf dem Bildschirm werden dann bestimmte Gefahrensituationen simuliert. Die Fahrer können so Fehler machen und an Erfahrung gewinnen, ohne dass dabei Schaden entsteht.

Teilnahme ist keine Pflicht

Gebaut wurde der Simulator von der Firma TMI ­Dynamatics. Er ist allerdings kein verpflichtender Bestandteil der Fahrausbildung. Der LKW-Führerschein wird also auch weiterhin auf herkömmliche Weise erteilt. Der Simulator soll aber helfen, die Fähigkeiten der LKW-Fahrer kontinuierlich zu verbessern. „Dies ist ein Teil der Lösung, um Leben im Straßenverkehr zu retten“, erklärt Projektleiterin Jolene Boulton. Fahrer werden daher zu einer Teilnahme ermutigt und können sich diese auch zertifizieren lassen. Die Behörden versuchen zudem, Transportunternehmen davon zu überzeugen, ihre Fahrer an einem 3D-Trainingskurs teilnehmen zu lassen.


Via: Tech Central

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