Bisher kann Amazon das futuristische Supermarktkonzept ohne Kassen und Warteschlangen lediglich im Laden in Seattle testen. Nun soll jedoch in den nächsten Wochen auch in London ein Amazon Go Store eröffnen. Der Internetgigant sucht bereits geeignete Räume und Verkaufsflächen. Es dürfte also nur noch eine Frage der Zeit sein, wann auch hier Amazon Go an den Start geht.


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Amazon Go Rollout beginnt

Aufgrund der ausgefeilten Abläufe werden pro Amazon Go Store nur noch drei Mitarbeiter pro Schicht benötigt. Die Kunden können sich wie gewohnt frei im Laden bewegen und ihre Waren einkaufen. Sensoren sorgen für die Abrechnung der Waren direkt und nahezu zeitgleich über das Amazon Kundenkonto. Die Wahl auf London, um den Einstieg im europäischen Markt zu testen, ist nicht zufällig passiert. Vielmehr wird in Großbritannien viel weniger preisaggressiv eingekauft als in Deutschland. Zudem werden Lebensmittel in London und Umgebung im Vergleich zu anderen Ländern bereits häufiger online bestellt. Auch die Nutzung von Lieferdiensten für Bestellungen von Lebensmitteln ist in Großbritannien schon sehr gebräuchlich. Darüber hinaus lieben es die Londoner bargeldlos zu zahlen. Auch in der Bahn oder in Bussen wird einfach per anhalten der Kreditkarte an ein Lesegerät gezahlt. Lange warten muss man in London ebenfalls nicht, um den Einkauf zügig über die Bühne zu bekommen. Hierfür findet man bereits an fast jeder Ecke sogenannte Express-Supermärkte von Tesco oder Sainsbury’s.



Amazon go im Video

Auch in Deutschland wird immer mehr online gekauft

Experten sind sich schon jetzt sicher, dass Amazon Go in Zukunft einiges umkrempeln wird. Allgemein schreitet der Trend weiter voran auch frische und schnellerverderbliche Ware online zu bestellen. Mit dem „Deine Küche“-Angebot hat Rewe hierzulande jüngst einen neuen Dienst gestartet, der in Konkurrenz zu Hellofresh und weiteren Anbietern wie Allyouneed. Und Kaufland hat in Berlin eine erste Abholstation für Einkäufe eröffnet. Die Verschmelzung zwischen Offline- und Online-Handel schreitet weiter voran. Das zeigt auch der aktuelle Trendreport vom Marktforschungsunternehmen Nielsen.

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1 Kommentar

  1. Stefan

    9. Februar 2017 at 07:37

    Keine Warteschlangen = weniger Angestellte, mehr Arbeitslose, mehr totale Überwachung (Elektronik zur erfassung der Waren und Kunden). Zumindest ist genau das meine Befürchtung.

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