In Australien kam es in diesem Jahr zu so vielen Haiangriffen wie nie zuvor. Dabei sind die Tiere an sich natürlich nicht aggressiver geworden. Vielmehr waren zwei unterschiedliche Effekte die Ursache: Einerseits war das Ozeanwasser ungewöhnlich warm, was die Haie dazu veranlasste öfter in Ufernähe zu schwimmen. Gelichzeitig führte das gute Wetter aber auch dazu, dass mehr Menschen Abkühlung im Meer suchten. Die australische Öffentlichkeit diskutiert daher über Möglichkeiten, ein friedliches Zusammenleben zwischen Meerbesuchern und Haien zu ermöglichen. Eine neue Erfindung könnte dabei zumindest Surfer auf friedliche Weise vor Haiattacken schützen.


Foto: Terry Goss [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.5)], via Wikimedia Commons
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Orientierungssinn des Hais soll manipuliert werden

Surfer sind dabei besonders gefährdet, weil sie mit ihren Brettern von unten für den Hai wie natürliche Beute aussehen. Diese Erfahrung musste auch der Surf-Weltmeister Mick Fanning machen. Er wurde während eines Wettkampfs in Südafrika vor laufender Kamera von einem Hai attackiert, überlebte aber weitgehend unverletzt. Der Australier Dave Smith hat daher ein Startup namens Surf Safe gegründet. Erstes Produkt ist nun ein kleiner elektromagnetischer Sender, der in die Unterseite von Surfbrettern eingebaut wird. Die Idee dahinter: Haie orientieren sich mit Hilfe des Magnetfelds der Erde. Der Sender soll nun dafür sorgen, dass der Hai schnell abdreht, wenn er in die Nähe des Surfers kommt. Ähnlich funktioniert auch der SharkShield, über den wir vor einiger Zeit berichteten. Dieser vertreibt den Hai aber mit Hilfe von Elektroschocks, sobald sch das Tier auf einen halben Meter genähert hat. Das Surf Safe Gadget hingegen soll einen rund drei Meter breiten Schutzring um das Surfbrett legen, in das der Hai gar nicht erst eindringt.

Erste Tests waren erfolgreich

Zu beweisen, dass die Technik tatsächlich funktioniert, ist allerdings gar nicht so einfach, weil tatsächliche Haiattacken, trotz der medialen Aufmerksamkeit, nur sehr selten vorkommen. So ging der Profi-Surfer Arlen MacPherson mit einem entsprechend ausgestatten Board vor Sidney ins Meer. Tatsächlich näherte sich kein Hai – was aber natürlich auch Zufall gewesen sein kann. Dave Smith jedenfalls versichert, die Technik sei intensiv getestet worden und habe ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt. Ein Sender kostet den Surfer dabei 390 Dollar.


Via: Business Insider

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