Helium dürfte den meisten vor allem bekannt sein, weil es auf Kinderfesten oftmals genutzt wird, um Luftballons steigen zu lassen. Tatsächlich erfüllt das Edelgas aber noch deutlich wichtigere Aufgaben: So wird es beispielsweise benötigt, um MRTS-Scanner zu betreiben und spielt auch beim Teilchenbeschleuniger CERN eine elementare Rolle. Zuletzt allerdings neigten sich die weltweiten Vorräte dem Ende entgegen. Ein Problem dabei: Bisher wurden Heliumlagerstätten nur durch Zufall gefunden – etwa bei Ölbohrungen. Nun allerdings führte erstmals eine gezielte Suche ans Ziel: In Tansania wurde ein unterirdisches Reservoir gefunden, das rund das Siebenfache des weltweiten Jahresverbrauchs enthalten soll.


Einer der Vulkane in Tansania: Der Mount Meru Bild: By User:Toksave (contributed by the photographer) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons
Einer der Vulkane in Tansania: Der Mount Meru Bild: By User:Toksave (contributed by the photographer) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Helium-Lagerstätten finden sich zumeist in der Nähe von Vulkanen

Was einmal gelang, soll dann zukünftig zur Regel werden: Die beteiligten Experten – von der Oxford University, der Durham University und der Firma Helium One Ltd. – gehen davon aus, die zur gezielten Helium-Suche benötigte Technik nun verstanden zu haben und rechnen daher damit, zukünftig regelmäßig weitere Felder zu entdecken. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Erkenntnis, dass unterirdische Helium-Vorräte zumeist mit Vulkanen im Zusammenhang stehen. So war es auch in Tansania: Die Lagerstätte befindet sich im Rift Valley in der Nähe zahlreicher Vulkane. Auf diese Weise lassen sich dann gezielt Gebiete rund um solche Vulkane nach Helium absuchen.

In Tansania wurden nun 1,3 Milliarden Kubikmeter Helium entdeckt

Aufwendige Bohrungen sind dabei nicht notwendig – in Tansania trat das Helium an einigen Stellen ganz von alleine an die Oberfläche. Allerdings ist es wichtig, die richtige Entfernung zu den Vulkanen zu finden. Denn Helium-Lagerstätten, die zu nah an den mächtigen Bergen liegen, sind zumeist durch andere Vulkangase verunreinigt und sind daher für den kommerziellen Abbau ungeeignet. Die Forscher haben mit Hilfe dieser Erkenntnisse nun eine Methode entwickelt, die ihnen zukünftig zeigen soll, wo es sich lohnen könnte, nach unterirdischen Helium-Lagerstätten Ausschau zu halten. In Tansania waren sie damit sehr erfolgreich: Die Lagerstätte enthält ersten Schätzungen zufolge rund 1,3 Milliarden Kubikmeter des Edelgases.


Via: Eureka Alert

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