Terahertzstrahlung bietet eine ganze Reihe an praktischen Anwendungsmöglichkeiten. An vielen Flughäfen stehen beispielsweise entsprechende Scanner, mit deren Hilfe Waffen und andere verbotene Gegenstände gefunden werden sollen. Vor kurzem gelang es Forschern zudem, ein geschlossenes Buch zu lesen. Aber auch in der Computertechnologie werden große Hoffnungen mit der Terahertzstrahlung verbunden. Europäischen Forschern scheint in diesem Bereich nun ein Durchbruch gelungen zu sein. Sie konnten mit Hilfe der Strahlung die Arbeit von Speicherzellen rein rechnerisch um den Faktor 1.000 beschleunigen. Allerdings verwendeten die Forscher dabei veraltete Speicherzellen und rechneten die Ergebnisse dann hoch. Es ist also noch nicht ganz klar, ob sich das Ergebnis auch bei der aktuell genutzten Speichertechnologie wiederholen lässt.


Die Wissenschaft würde von ultraschnellen Computern profitieren

Speicherzellen sind so etwas wie der limitierende Faktor für immer schnellere Computer. Bisher wird dabei ein externes magnetisches Feld erzeugt, um die einzelnen Speicherzellen umschalten zu können. Je schneller dies gelingt, desto schneller kann auch der Computer rechnen. Die Forscher haben nun erstmals Terahertzstrahlen verwendet, um den Prozess in Gang zu setzen – und dabei eine enorme Beschleunigung erzeugt. Rein theoretisch besitzt die Technik also das Potential, ultraschnelle Computer zu ermöglichen. Dies wiederum hätte dann auch Auswirkungen auf viele andere Bereiche der Wissenschaft. So könnte beispielsweise die Entwicklung der künstlichen Intelligenz von schneller rechnenden Computern profitieren.


Die Terahertz-Lücke beginnt sich langsam zu schließen

Bei der Terahertzstrahlung handelt es sich um eine elektromagnetische Welle, die zwischen der Infrarotstrahlung und den Mikrowellen liegt. Lange Zeit waren diese für den Menschen allerdings nicht nutzbar, weshalb auch von der sogenannten Terahertz-Lücke die Rede war. Problematisch war dabei vor allem die Produktion von entsprechenden Sendern und Empfängern. Bis heute stehen dabei noch keine wirklich kostengünstigen Alternativen zur Verfügung, weshalb die Technik bisher noch nicht auf dem Massenmarkt zum Einsatz kommt. Das Potential der Terahertzstrahlen ist allerdings so groß, dass weltweit zahlreiche Forscher in diesem Gebiet aktiv sind und nach Lösungen suchen.

Via: Engadget

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