Vor einiger Zeit berichteten wir darüber, dass ein Team von Wissenschaftlern der Uni Bonn in Leipzig den Weltmeistertitel im Roboterfußball gewann. Dies war zweifelsohne ein großer Erfolg, zahlte sich finanziell allerdings nicht aus: Bei der WM gab es keine Preisgelder zu gewinnen, sondern es mussten sogar Startgebühren entrichtet werden. Anders sieht dies bei der „Mohamed Bin Zayed International Robotics Challenge“ in Abu Dhabi aus, bei der Roboter bestimmte Aufgaben möglichst schnell und geschickt lösen müssen. Das Turnier ist nach dem Kronprinzen der Vereinigten Arabischen Emirate benannt und verfügt über einen Etat von rund fünf Millionen Dollar. Mehr als zwei Millionen Dollar wurden als Preisgeld in den verschiedenen Kategorien ausgeschüttet.


Foto: Uni Bonn

Im großen Finale ging es um eine Millionen Dollar

Es ist also davon auszugehen, dass viele ambitionierte und fähige Entwicklerteams in Abu Dhabi am Start waren. Ausgetragen wurde der Wettbewerb in vier Einzeldisziplinen und einem großen Finale. Für den Sieg in einer der Disziplinen gab es jeweils 350.000 Dollar, für den Sieg im Finale dann sogar eine stolze Millionen. Das Team „Nimbro“ aus Bonn konnte mit einem selbst entwickelten Roboter eine Disziplin für sich entscheiden. Dabei musste der Roboter ein Armaturenbrett finden, dort den richtigen Schraubenschlüssel auswählen und damit dann eine quadratische Ventilachse drehen. Dies gelang dem Roboter aus Deutschland innerhalb von einer Minute und 24 Sekunden – was die Bestzeit unter den 25 Finalteilnehmern bedeutete.

Der Flugroboter konnte auf einem fahrenden Untergrund landen

Zwei dritte Plätze belegte zudem der Flugroboter der Bonner Forscher. Dieser musste einmal auf einem fahrenden Fahrzeug landen und einmal Gegenstände vom Boden aufgreifen und in einen Behälter werfen. Im großen Finale wurden schließlich alle vier Einzelwettbewerbe noch einmal zeitgleich ausgetragen. Auch hier hatten die Bonner am Ende die Nase vorne und konnten das siebenstellige Preisgeld mit nach Hause nehmen. Die Gelder sollen nun genutzt werden, um die eigenen Roboter gezielt weiter zu entwickeln – und somit bei der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft für Roboter alle Titel verteidigen zu können. Langfristig sind die Ziele aber deutlich ambitionierter: Im Jahr 2050 soll der amtierende menschliche Weltmeister geschlagen werden.


Via: Uni Bonn

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.