Flüchtige Fahrfehler wird es in Zukunft nicht mehr geben, geht es nach Forschern am MIT. Diese haben ein teilautonomes Kollisions-Vermeidungssystem entwickelt, welches nur dann eingreift, wenn das Auto direkt auf eine Kollision zusteuert oder zu nah an einem Objekt ist. Im Gegensatz zu Einparkhilfen funktioniert das Intelligent Co-Pilot System nicht über Pfad-basierte Steuerung sondern über selektive Durchsetzung von Beschränkungen.


Kombination von Mensch und Technik

Durch die Kombination von Mensch und der teilautonomen Technik, kann das System die Kontrolle mit dem Menschen teilen, anstatt selbst alles zu machen. Dies ist laut Sterling Anderson, einem der Erfinder, einfacher als den Menschen „auszuschalten“. Das System stützt sich auf die „Bedrohung“. Ist die Bedrohung groß, steigt die Notwendigkeit des Eingriffes und das System kann den Umfang der Einschreitung bestimmen. Durch Sensoren am Auto, eine nach vorn gerichtete Kamera und einen Laser-Entfernungsmesser werden die Daten gesammelt und durch einen speziell entwickelten Algorithmus ausgewertet. Durch diese Daten kann bestimmt werden, welches die „Sicherheitszone“ ist, in der der Mensch selbst entscheiden kann. Befindet sich das Fahrzeug außerhalb dieser Zone passt das System auf und schreitet ein, falls man sich direkt auf einen Gegenstand bewegt.


1200 Versuche senken Unfallquote um über 45%

Getestet wird das Intelligent Co-Pilot System seit September 2011 und hat seitdem über 1200 Versuche mitgemacht. Testpiloten haben von einem Bildschirm mit Gas- & Bremspedal und einem Lenkrad aus einen Kawasaki 4010 Mule durch einen Parkour gefahren. Trotz des Systems kam es zwar zu einigen Kollisionen, die Forscher sind jedoch zuversichtlich. Fehler wurden ausgemärzt und in den letzten Tests wurde die Unfallquote der gesteuerten Autos von 75% auf weniger als 30% gesenkt. Die Erfinder hoffen, die Unfallquote durch laufende Verfeinerungen und Verbesserungen auf 0% zu senken.

Experten sehen Probleme bei der hohen Kontrolle des Systems. Als Beispiel nannten sie ein Polizeiauto, welches bei einer Verfolgungsjagd gehindert wird, weil es aus der „Sicherheitszone“ tritt. Anderson und Iagnemma haben bereits auf dieses Argument reagiert und arbeiten an einem System mit verschiedenen Levels (für gute und weniger gute Fahrer etc.). Präsentiert haben sie ihr System auf dem Intelligent Vehicles Symposium in Spanien.

Quelle: gizmag.com

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1 Kommentar

  1. Tilo

    17. Juli 2012 at 16:56

    Feine Sache wenn dadurch die Unfallquote so drastisch reduziert werden kann. Ist schon klar wann dieses System marktreif ist?

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