Die Deutsche Telekom hat aktuell einen Zehn-Punkte-Programmplan für mehr Sicherheit im Internet veröffentlicht. Der Telekom zufolge möchte man sich mit diesem Programm um die Achillesferse in der Gesellschaft kümmern, die eine Stabilität verleihende aber auch angreifbare Verbindung zwischen Menschen und Maschinen durch das Internet darstellt.


Zehn-Punkte-Plan deutet an in welche Richtung es gehen soll

Der Zehn-Punkte-Plan der Telekom trifft die wesentlichen Kernpunkte und ist daher sehr zu empfehlen. „Für mehr Sicherheit im Netz müssen alle Beteiligten deutlich intensiver zusammenarbeiten. [..] Wir brauchen mehr Transparenz, klare Verantwortlichkeiten und zusätzliche Expertise für einen besseren Schutz von Daten und Infrastruktur.“, so Thomas Kremer, Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance bei der Telekom zum Europäischen Datenschutztag.


Der erste Punkt bezieht sich auf die von Edward Snowden aufgedeckten Erkenntnisse. Diese sollten laut der Telekom vollständig offengelegt und für alle zugänglich gemacht werden. Eine größere Transparenz der Sicherheitsbehörden, sowie eine konsequente Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als auch das Schengen-Routing werden ebenfalls thematisiert. Als Schlüssel-Punkt erweist sich jedoch die Nummer drei im zehn-Punkte-Plan, mit dem Inhalt: „Sicherheitsbehörden sollten transparent machen, welche Informationen sie über Telekommunikations- und Internetnutzer abfragen. Dazu gehören Anzahl und Art der erfolgten Anfragen und Auskünfte sowie der überwachten Anschlüsse.“ Schwach ist jedoch das Wort „sollten“ in diesem Kontext. Müssen wäre hier zutreffender.

Die restlichen Punkte wie etwa die Informationspflicht bei Cyberangriffen und die als auch der Ausbau des Cyber Emergency Response Teams (CERT) in Unternehmen, sind Punkte die in der Vergangenheit bereits Erwähnung fanden. Weiterführende Lektüre zu dem neuen Zehn-Punkte-Programm der Deutschen Telekom liefert das Team von Netzpolitik. Im Fazit schließen wir uns hier an und stimmen den Punkten weitestgehend zu. Am Ende fehlt es jedoch an Signalwörtern wie müssen, wird und dergleichen. Desweiteren ist es begrüßenswert, wenn nach den Worten auch Taten folgen. Kritisch äußerte sich auch Heise-Online zu diesem Thema.

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