Bei jungen und schnell wachsenden Unternehmen ist es nicht ungewöhnlich, dass immer mal wieder auch ineffiziente Parallelstrukturen entstehen. Es ist daher Aufgabe des Managements, diese Problematik im Blick zu behalten und nicht ausufern zu lassen. Im Fall von Tesla hat Firmenchef Elon Musk bereits vor einiger Zeit angekündigt, bei den im Betrieb tätigen Subunternehmern massiv aufräumen zu wollen. Nun wird klar: Es sind noch weitere Anstrengungen notwendig. So kündigte der Firmengründer in einer E-Mail an die Belegschaft den Abbau von fast neun Prozent der Arbeitsplätze an. Da Tesla bereits Ende des vergangenen Jahres 37.543 Vollzeitangestellte hatte, dürfte der nun angekündigte Jobabbau mehr als 3.000 Mitarbeiter treffen. Musk betonte allerdings: Stellen in der Produktion sind nicht betroffen.


So sieht der neue Tesla aus. Foto: Elon Musk

Tesla befindet sich in einer Phase der Reorganisation

Dort hatte Tesla bereits vor einigen Monaten hunderte Mitarbeiter gefeuert – und dies mit schlechten Arbeitsleistungen begründet. Nun sollen aber vor allem Stellen in der Verwaltung und den verschiedenen Führungsebenen des Konzerns wegfallen. Da der Brief an die Mitarbeiter ohnehin sehr schnell auch den Medien bekannt war, entschied Musk sich zudem, diesen auch auf Twitter vollständig zu veröffentlichen. Auf dem Kurznachrichtendienst kommentierte er zudem: „Schwierig, aber notwendig. Die Reorganisation von Tesla ist in vollem Gange.“ In seinem Schreiben betont der Manager außerdem, dass es bei der Entscheidung keineswegs nur darum gehe, die Profite zu erhöhen – und verweist darauf, dass Tesla in den vergangenen 15 Jahren noch keinen Jahresgewinn eingefahren habe. Geld sei also offensichtlich nicht die Hauptmotivation des Managements.

Die Kosten des Konzerns sind offensichtlich zu hoch

Dies ist zwar einerseits richtig, andererseits aber auch nur die halbe Wahrheit. Denn Musk selbst hat vor einiger Zeit angekündigt, in der zweiten Jahreshälfte einen positiven Geldfluss erreichen zu wollen. Sprich: Es soll mehr Geld in die Kasse fließen als hinausgeht. Dies scheint auch dringend notwendig, damit der Konzern weniger abhängig von Fremdfinanzierungen und den Vorauszahlungen der Kunden wird. Um aber profitabel zu werden, müssen offensichtlich massiv die Kosten gesenkt werden. Noch wichtiger dürfte es aber sein, die Produktionsprobleme beim Tesla Model 3 in den Griff zu kriegen. Der Mittelklassewagen bringt nur eine vergleichsweise kleine Gewinnmarge mit sich. Es müssen also große Stückzahlen produziert werden, um dennoch genug Geld zu verdienen. Aktuell hinkt Tesla dem eigenen Zeitplan aber noch immer rund ein halbes Jahr hinterher.


Via: The Verge

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