Erst kürzlich meldete Elon Musk, dass Tesla erstmals 5000 neue Model 3 in einer Woche produzieren konnte. Das ist zwar eine erfreuliche Nachricht, aber auch dringend nötig. Denn laut Tesla warten auch noch etwa 420.000 Vorbesteller auf ihr Model 3. Scheinbar wird es bis Anfang 2020 dauern, bis Tesla alle Vorbesteller mit ihrem Mittelklasse-Stromer versorgt hat.


So sieht der neue Tesla aus. Foto: Elon Musk

Letzte Vorbestellung wird 2020 erfüllt

28.386 Model 3 will Tesla laut einer Pressemitteilung bis Ende des zweiten Quartals 2018 ausliefern. Das ist zwar ein Rekordwert für das Unternehmen, wird aber auch nur eine kleine Delle in die 420.000 ausstehenden Vorbestellungen machen. Bei dieser Produktionsquote wird es noch etwa 19 Monate dauern, bis alle Vorbesteller ihren Wagen erhalten. Tesla selber zeigte sich jedoch zuversichtlich, die Produktion bis Ende 2018 auf 6000 Fahrzeuge pro Woche hochfahren zu können.

Einem Bericht von CNBC zufolge, sollen Vorbesteller in den USA bei Abschluss des Bestellvorgangs zusätzlich zu der ursprünglichen Anzahlung in Höhe von 1000 US-Dollar weitere 2500 Dollar zahlen. Trotz dieser Tatsache kann den Kunden dennoch kein fester Lieferzeitraum zugesagt werden. In einer Mail von Tesla heißt es dann lediglich, dass man den Wagen innerhalb von zwei bis vier Monaten erhalten werde.


Nachdem berichtet wurde, dass immer mehr Kunden ihre Anzahlung wieder zurückverlangen, könnten die zusätzlichen 2500 Dollar Tesla dabei helfen, solvent zu bleiben. Denn wenn 100.000 Vorbesteller den zusätzlichen Betrag zahlen, würde das immerhin 250 Millionen US-Dollar in die Kassen des Unternehmens spülen.

Das Model 3 von Tesla ist der erste Mittelklasse-Wagen, den das Unternehmen verkauft. Der Erfolg der Vorbestellungen sprach für sich, aber seit Beginn der Produktion hatte Tesla enorme Schwierigkeiten, die angestrebte Produktionsrate zu erreichen. Erst vor wenigen Tagen konnte das Unternehmen bekannt geben, dass die angestrebten 5.000 Wagen pro Woche erstmals erreicht wurden. Zusätzlich zu den 5.000 Model 3 wurden noch 2000 Teslas aus anderen Modellreihen produziert. Dies ist ebenfalls ein neuer Rekord: Noch nie zuvor konnte Tesla 7000 Fahrzeuge in einer Woche produzieren.

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2 Kommentare

  1. Uwe

    5. Juli 2018 at 18:41

    Wirklich eine Redaktion mit Humor:

    Deshalb ein satirischer Versuch:

    Pathologische Zustände in der Gegenwart bei Trends der Zukunft:

    Teslaphobie – ..ist die panikartige Angstreaktion bei Erfolgsmeldungen von Tesla und wird in drei Hauptphasen nach Schweregrad unterschieden.

    Symptomatik:

    Phase I:

    – Fiebrige Zustände mit Wahrnehmungsstörungen (Aktienkurse erscheinen vertikal spiegelverkehrt)

    Phase II:

    – Zusammenhangloses Sprechen mit häufigen Wiederholungen (Paraphrasieren) bevorzugt über „Lieferzeiten“, „Zahlungsfähigkeit“, „Anzahlungen“, „Stückzahlen pro Woche“

    Phase III:

    – Akute Sententiarrhoe“ (lat. Satz/Sinn-Durchfall)

    Interventionsmöglichkeiten: (noch keine Heilung möglich, führt im Idealfall zu unterschiedlichen – je nach individueller Behandlungsansprache – Verzögerungen der Phasenübergänge)

    Sanfte Hypnose mit auditiven Gaben (in langsam ansteigender Dosierung) der automobilen Entwicklungsgeschichte

    Unverträglichkeiten:

    Bei grundsätzlicher Ablehnung der Elektromobilität sollte die Frühphase mit den ersten Elektroantrieben erst nach spürbaren Behandlungserfolgen vorsichtig beigemischt werden. Bei Rückfällen in höhere Schweregrade sofortiger Abbruch der Hypnose durch Käfer-Motorengeräusche vom Band und falls verfügbar etwas Benzin oder Diesel auf leicht angewärmten Granitschalen im Raum aufstellen.

    Risiken und Nebenwirkungen:

    zu Behandlungsbeginn bei Erstbehandlung von Patienten in Phase III:

    Häufig: Agressionen gegen Tageszeitungen, Magazinen, Radiomeldungen, Fernsehsendungen mit Tesla-Bildern, oder Headlines
    Gelegentlich: Flucht aus der gewohnten Umgebung, Aufsuchen von Museen (bevorzugt im Raum Speyer, Wolfsburg, München)
    Selten: Übermäßiges Verlangen nach Modellautos der 60er Jahre,
    Sehr selten: Übernachten in der Garage und Verlust des Kommunikationsverlangen

    Die Leser mögen bitte per Votum eine Einstufungsdiagnose des Tesla-Artikel-Verfassers vornehmen, damit auf Grund der Schwarmintelligenz eine Behandlungsmöglichkeit gefunden werden kann.

    Vielen Dank.

    * Urheberrechte beim Autor

  2. Alexander Trisko

    5. Juli 2018 at 19:37

    Ich finde Elektromobilität super. Muss man deswegen Tesla in einer Tour in den Himmel loben und darf man die eigens per PM rausgegebenen Informationen zur Situation bei der Produktion des Model 3 nicht ins Verhältnis setzen? Das war mir nicht bewusst.

    Dass Tesla finanziell auf wackligen Beinen steht und eine Finanzspritze gut gebrauchen könnte, sollte ebenfalls nichts neues sein. Das ist auch durch den recht hohen Innovationsdrang und die damit verbundenen Kosten bedingt.

    Davon ab kann ich mir die Bemerkung nicht verkneifen, dass die Endung „-rhoe“ mit dem Lateinischen nichts zu tun hat.

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