Tesla hat aktuell noch immer mit Produktionsproblemen beim neuen Mittelklassewagen Model 3 zu kämpfen. Dies hält Firmenchef Elon Musk allerdings nicht davon ab, schon an neuen Projekten zu arbeiten. Eines davon: Der Elektro-Lastwagen Tesla Semi. Dieser wurde nach einigen Verzögerungen im vergangenen Jahr der Öffentlichkeit präsentiert. Der Start der Serienproduktion ist allerdings erst frühestens für das nächste Jahr geplant. Wer Elon Musk und seine Versprechen kennt, weiß, dass es durchaus auch noch ein bisschen länger dauern kann. Nichtsdestotrotz sind bereits mindestens zwei Tesla Semi auf den Straßen in den USA unterwegs. Sie transportieren Akkus von der Gigafactory in Nevada zu Teslas Fabrik in Fremont in Kalifornien. Ein Bild davon postete Musk nun persönlich bei Instagram.


Die E-Lastwagen sollen vor allem mit niedrigen Betriebskosten punkten.

Die Distanz betrug etwas mehr als 400 Kilometer

Wie üblich nannte er allerdings keine weiteren Details. So ist unklar, ob es sich um Testfahrten unter realen Bedingungen handelt oder ob die Elektrolastwagen nun dauerhaft in die Logistik von Tesla eingebaut werden. Klar ist: Der Konzern kündigte von Anfang an, dass er selbst sein erster Kunde sein wird. Die Strecke zwischen den beiden Fabriken ist rund 415 Kilometer lang. Theoretisch müsste der Laster daher nach jeder Fahrt erst einmal wieder aufgeladen werden. Denn selbst in der Premium-Variante für 180.000 Dollar kommt der Tesla Semi nur auf eine Reichweite von 800 Kilometern. Das Interesse der Industrie an dem Fahrzeug ist jedenfalls gewaltig: Bisher haben unter anderem bereits UPS, Walmart, Pepsi und Anheuser-Busch Bestellungen aufgegeben.

Die Betriebskosten sollen massiv gesenkt werden können

Dies dürfte nicht zuletzt an den vergleichsweise niedrigen Betriebskosten liegen. Tesla rechnet vor, dass Elektrizität nur rund halb so viel kostet wie Diesel und sich daher im Laufe der Nutzungszeit Einsparungen in Höhe von 200.000 Dollar ergeben. Ob dieser Wert tatsächlich erreicht werden kann, wird sich aber wohl erst zeigen, wenn die ersten Fahrzeuge dauerhaft bei Kunden in Betrieb sind. Musk hat sich derweil bei Twitter bereits dem nächsten Thema zugewandt und US-Präsident Donald Trump angeschrieben. Auf diese Weise beschwerte sich der Manager über den Protektionismus in China und die unfaire Bevorzugung von Autobauern aus dem Reich der Mitte. Indirekt kann dies als Unterstützung für die von Trump verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium verstanden werden. Vor allem dürfte es aber darum gehen, dass der geplante Bau einer Tesla-Fabrik in Shanghai nicht so läuft wie geplant.

Via: Inhabitat


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