Erst in der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass in Teslas Gigafactory im US-Bundesstaat Nevada mit der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien begonnen wurde. Die Ausmaße der Anlage sind dabei im wahrsten Sinne des Wortes gigantisch: Es handelt sich um das flächenmäßig größte Gebäude der Welt. Diese enorme Fläche soll nun auch auf dem Dach sinnvoll genutzt werden. Denn das Unternehmen plant, dort Solarpanels zu installieren. Diese kämen gemeinsam auf eine Kapazität von 70 MW. Zum Vergleich: Das bisher größte Solardach in den Vereinigten Staaten produziert rund 10 MW an Energie. Genutzt werden soll die Energie der Sonne dann, um die Produktion in der Fabrik klimaneutral zu gestalten.


SolarCity dürfte die Module auf dem Dach installieren

Glücklicherweise hat Tesla zudem sogenannte Powerpacks als Energiespeicher im Angebot. Diese sollen in der Gigafactory ebenfalls installiert werden und bei Bedarf überschüssige Energie speichern. Auf diese Weise kann die natürliche Schwankung in der Produktion der Solarmodule ausgeglichen werden. Es gilt dabei als wahrscheinlich, dass das Unternehmen SolarCity die Installation des Solardaches vornehmen wird. Immerhin hatte Tesla die Firma im vergangenen Jahr aufgekauft, um von deren Knowhow in Sachen Sonnenenergie zu profitieren. Ziel der Maßnahme ist es, den Einsatz von konventioneller Energie komplett überflüssig zu machen. Der CO2-Fußabdruck der Gigafactory würde sich damit dann auf null reduzieren.


Das Schmutzwasser wird vor Ort wieder aufbereitet

Aber auch in anderen Bereichen beschreitet Tesla innovative Wege. So stammt ein Großteil der in den Gebäuden benötigten Wärme direkt aus dem Produktionsprozess. Auf diese Weise steigt die Energieeffizienz der Fabrik deutlich an. Das Schmutzwasser wird zudem gesammelt und zu einem nicht unerheblichen Teil wieder recycelt. Insgesamt sollen so stets rund 1,5 Millionen Liter Wasser im Umlauf sein. Durch die Wiederaufbereitung ist es möglich, den Bedarf an Frischwasser um immerhin achtzig Prozent zu senken. Langfristig soll in der Gigafactory zudem eine Recyclinganlage entstehen. Dort können alte Batterien ausgeschlachtet werden. Die dabei gewonnenen Materialien wiederum werden direkt in den Produktionsprozess integriert.

Via: Inhabitat

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