Der Elektroautobauer Tesla hat die Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal veröffentlicht und damit die meisten Analysten positive überrascht. Firmenchef Elon Musk ist es zumindest teilweise gelungen, das Unternehmen wieder in ruhigere Fahrwasser zu lenken und Gerüchte über eine Pleite verstummen zu lassen. Die 5 wichtigsten Fakten:


1. Der Umsatz:

Hier liegt der erfreuliche Teil der Geschäftsentwicklung. Der Gesamtwert der verkauften Waren und Dienstleistungen stieg um 26 Prozent auf 3,41 Milliarden Dollar. Die meisten Beobachter waren von einem etwas niedrigeren Wert ausgegangen. Offensichtlich konnte Tesla also mehr Autos verkaufen als die Analysten erwartet hatten.

So sieht der neue Tesla aus. Foto: Elon Musk

2. Der Gewinn:

Allerdings hat die Entwicklung auch eine Schattenseite. Denn noch immer verdient der Konzern kein Geld mit seinen Verkäufen. So musste in den drei Monaten ein Verlust von 710 Millionen Euro verbucht werden. Nie zuvor hat Tesla in einem Quartal so viel Geld verbrannt. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum ein Jahr zuvor betrug der Fehlbetrag noch lediglich 330 Millionen Dollar. Immerhin: Analysten hatten zuvor einen noch höheren Verlust erwartet.


3. Die Produktion:

In der letzten Aprilwoche hat der Konzern 2270 Tesla Model 3 produziert. In dieser Zahl steckt eine deutliche Steigerung. Denn noch einen Monat zuvor liefen lediglich 2020 Fahrzeuge vom Band. Bei den Investoren hält sich daher die Hoffnung, dass tatsächlich in diesem Sommer das Ziel von 5000 Model 3 pro Woche erreicht werden kann. In der Vergangenheit war der Zieltermin dafür allerdings bereits mehrfach nach hinten verschoben worden.

4. Die Reaktion:

Die meisten Anleger nahmen die Zahlen von Tesla wohlwollend zur Kenntnis. Im nachbörslichen Handel war sogar ein Kursanstieg um rund ein Prozent zu beobachten. Bei einer Firma, die gerade einen Rekordverlust vermeldet hat, ist dies eher ungewöhnlich und spricht für das Vertrauen, das die Investoren weiterhin in Elon Musk und sein Unternehmen haben. Inzwischen ist die Aktie allerdings ins Minus gerutscht.

5. Die Zukunft:

Bereits in der zweiten Jahreshälfte will der Konzern den Sprung in die Gewinnzone schaffen. Mehr noch: Es soll sich nicht um reine Buchungsgewinne auf dem Papier handeln, sondern es soll tatsächlich mehr Geld in die Kasse fließen als hinausgeht. Damit soll dann auch den Spekulationen über eine mögliche Insolvenz endgültig ein Ende bereitet werden.

Via: New York Times

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