Hawaii gilt für viele Amerikaner als Urlaubsparadies im pazifischen Ozean. Dies liegt nicht zuletzt an den dort herrschenden warmen Temperaturen. Doch für die Schüler auf den verschiedenen Inseln bringt das Wetter auch Probleme mit sich: Sie müssen nicht nur das Klassenzimmer dem Strand vorziehen, sondern auch noch mit hohen Temperaturen und starker Luftfeuchtigkeit zurecht kommen. Die Installation von Klimaanlagen ist aber gar nicht so einfach möglich. Denn die Inselkette verfügt über keine eigenen natürlichen Ressourcen. 93,7 Prozent des Strombedarfs werden daher über importierte fossile Brennstoffe gedeckt. Dementsprechend teuer ist auch der Betrieb von Klimaanlagen. Die Regierung des US-Bundesstaats ist daher auf kreative Ansätze angewiesen, um die Bedingungen für die Schüler zu verbessern.


Teslas Stromspeicher – hier in Australien – erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Foto: Tesla

Solarstrom eignet sich bestens für den Betrieb von Klimaanlagen

Denn der Governeur hatte von den Schulbehörden gewissermaßen die Quadratur des Kreises verlangt: Sie sollten für Kühlung in 1.000 Klassenräumen sorgen, ohne dass dadurch der Elektrizitätsverbrauch ansteigt. Gelöst wurde die Aufgabe letztlich mithilfe einer bekannten Firma: Tesla installierte an verschiedenen Schulen insgesamt 300 Energiespeicher, dazugehörige Solarmodule und energieeffiziente Klimaanlagen. Da der Strom vor Ort produziert und verbraucht wird, muss für die Kühlung der Räume keine zusätzliche Energie importiert werden. Die Nutzung von Solarstrom zum Betrieb von Klimaanlagen bietet sich grundsätzlich an. Denn tendentiell ist die Stromproduktion der Solarmodule dann am höchsten, wenn auch am meisten Kühlung benötigt wird. Heiße Länder wie Indien oder die Vereinigten Arabischen Emirate könnten so recht einfach den Verbrauch fossiler Energieträger senken.

Tesla ist mit mehreren Projekten auf Hawaii vertreten

Der Einsatz eines Energiespeichers wie der Tesla Powerwall kann diesen Effekt noch verstärken, weil der gewonnene Strom dann effizienter genutzt werden kann. Für Tesla ist es zudem nicht der erste Einsatz auf Hawaii: Auf der Insel Kua’i sorgt ein Energiespeicher des Unternehmens dafür, dass dort auch nachts Solarstrom genutzt werden kann. Tesla-Chef Elon Musk hat zudem ein Faible für Wetten. So versprach er der Regierung von Südaustralien, das Energieproblem der Region innerhalb von 100 Tagen zu lösen. Andernfalls wolle er kein Geld für den installierten Stromspeicher, der für eine konstante Einspeisung von Windstrom sorgen soll. Musk gewann die Wette und konnte damit zusätzliches Interesse für die Speicherlösungen seines Unternehmens generieren. Ähnliches dürfte ihm nun auch auf Hawaii gelungen sein.


Via: Engadget

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