Die Geschichte der Solardächer von Tesla ist schon mehr als ein Jahr alt: Bereits im Mai 2017 konnten die ersten Kunden eine Anzahlung in Höhe von 1.000 Dollar leisten. Doch die meisten von ihnen dürften auch jetzt noch auf ihr neues Dach warten. Denn der Start der Massenproduktion wurde zunächst vom Sommer 2017 auf den Sommer 2018 verschoben. Nun gab Firmenchef Elon Musk bekannt: Es wird erst im nächsten Jahr tatsächlich so weit sein. Als Grund nannte er vor allem die Tatsache, dass die Langlebigkeit der Solardachziegeln noch ausführlich getestet werden muss. Immerhin sollen diese rund 30 Jahre halten. Allerdings kommt diese Tatsache nicht völlig unerwartet. Für die Verzögerung dürfte daher vor allem ein weiterer Grund verantwortlich sein: Der Konzern arbeitet noch daran, die Installation der Solardächer mit möglichst wenig Arbeitskräften zu realisieren.


Eines der ersten mit Solardachziegeln gedeckten Häuser. Foto: Tesla

Bisher wurden vor allem Mitarbeiter des Konzerns bedient

Dies ist nicht alleine eine Kostenfrage. Denn ähnlich wie in Deutschland gibt es auch in den USA einen Fachkräftemangel im Handwerk. Tesla hatte daher lange Zeit Probleme, ausreichend gut ausgebildete Dachdecker zu finden. Einige Solardächer hat der Konzern auch bereits errichtet. Diese wurden aber zumeist bei Mitarbeitern des Konzerns installiert. Zuletzt postete etwa Jaivier Verdura, bei Tesla für das Produktdesign zuständig, ein Foto seines neuen Strom produzierenden Daches. Auch einige wenige Kunden in Kalifornien sollen bereits das Glück gehabt haben, ihr bestelltes Produkt zu erhalten. Elon Musk allerdings sorgte für Verwirrung in der Frage, wie viele Solardächer bereits realisiert wurden. Er sprach von „einigen hundert“ – diese Zahl musste von der Pressestelle später allerdings relativiert werden.

In Deutschland sind ähnliche Angebote bereits auf dem Markt

Denn Musk hatte auch Häuser mitgezählt, bei denen die Installation aktuell nur geplant ist. Wie viel ein Solardach kostet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Tesla hat daher vor allem einen Wert kommuniziert: 21,85 Dollar pro Quadratmeter. Dies wäre günstiger als das Dach auf konventionelle Art und Weise decken zu lassen. Allerdings sind darin auch schon die Einnahmen und Einsparungen aus der Stromproduktion enthalten. Die Kosten zu Beginn liegen deutlich höher. Wer in Deutschland mit seinen Dachziegeln Strom produzieren möchte, muss nicht auf Tesla warten. Vielmehr gibt es auch einheimische Firmen mit entsprechenden Angeboten im Portfolio. Mieter hingegen können mit Solardachziegeln eher wenig anfangen. Zuletzt wurden dafür aber Solarmodule für den Balkon entwickelt, die im nächsten Jahr auf den Markt kommen sollen.


Via: Electrek

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