Bei der Entwicklung von Exoskeletten wurden in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte gemacht. Eins haben die meisten Modelle aber gemeinsam: Sie sind recht wuchtig und teilweise umständlich zu handeln. Nicht so die Lösung eines Teams von Schwedens Linköping University und der University of Borås. Die Forscher entwickelten eine Art von „textilen Muskeln“, die in normale Stoffe eingewebt werden können.


Bild: Thor Balkhed, Linköping University
Bild: Thor Balkhed, Linköping University

Künstliche Stoffmuskeln dank Polymer

Das Team verwendete für die künstlichen Muskeln Cellulosegarn, der in Massenproduktion hergestellt werden kann. Diesen überzogen sie mit einem flexiblen, elektroaktiven Polymer namens Polypyrrol.

Wenn eine geringe Spannung durch dieses Polymer geleitet wird, nimmt es an Volumen zu. Die Garnfäden nehmen dadurch an Länge zu, und wenn die Spannung nicht mehr anliegt, ziehen sie sich wieder zu ihrer ursprünglichen Länge zusammen. Indem die Wissenschaftler Stoffe mit verschiedenem Webmuster herstellten, konnten sie unterschiedliche künstliche Muskeln für unterschiedliche Aufgaben herstellen. Unter Laborbedingungen gelang es bereits, mit den künstlichen Muskeln kleine Gewichte zu heben.


Hilfe für kranke Menschen

Enormous and impressive advances have been made in the development of exoskeletons, which now enable people with disabilities to walk again. But the existing technology looks like rigid robotic suits. It is our dream to create exoskeletons that are similar to items of clothing, such as ‚running tights‘ that you can wear under your normal clothes„, so Prof. Edwin Jager von der Linköping University.

Indem diese künstlichen Muskeln in Kleidung integriert werden, könnten eines Tages unauffällige Exoskelette entstehen, die Menschen mit Krankheiten wie ALS bei der Bewältigung des Alltags helfen können. Weniger wahrscheinlich scheint, dass die künstlichen Stoff-Muskeln eines Tages stark genug sein werden, um Arbeiter beim Heben schwerer Objekte zu unterstützen. Allerdings ist die Forschung an dem Konzept auch noch nicht abgeschlossen.

via NewAtlas

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