Den Komfort einer Kaffeemaschine lernt man erst zu schätzen, wenn man einmal keine zur Hand hat. Zwar gibt es als Alternative so genannten Instantkaffe, der in heißes Wasser eingerührt wird. Doch dieser kann geschmacklich und geruchsmäßig oft nicht mit einer frisch gebrühten Tasse Kaffee mithalten. Zwei Entwickler in den Vereinigten Staaten haben nun einen interessanten Ansatz verfolgt, um diese Problematik zu lösen. Sie haben eine Thermoflasche entworfen, die den Kaffee nicht nur warm hält, sondern auch frisch aufbrüht. Auf diese Weise kann sich jeder seinen eigenen Kaffee kochen – und zwar an jedem Ort der Welt.


Via: Kickstarter Copyright: MoJoe Brewing Co.
Via: Kickstarter Copyright: MoJoe Brewing Co.

Es müssen nur Wasser und Kaffeepulver hinzugegeben werden

Die Anwendung ist dabei ziemlich einfach. Es muss lediglich Wasser eingefüllt und Kaffeepulver in das entsprechende Fach gegeben werden. Per Knopfdruck lässt sich das Wasser dann erhitzen. Der dabei entstehende Dampf steigt auf und kommt dort mit dem Kaffeepulver in Kontakt. Anschließend fließt der frisch gebrühte Kaffee in einen separaten Bereich innerhalb des Bechers. Ist der Vorgang dann abgeschlossen, kann der Kaffee ganz einfach aus der Thermosflasche getrunken werden. Die für das Erhitzen des Wassers benötigte Energie muss  allerdings zuvor von außen zugeführt werden. Der Travel Mug lässt sich dazu beispielsweise am Zigarettenanzünder des Autos oder ganz klassisch an der Steckdose aufladen.

Jeder kann sich unterwegs seinen eigenen Coffee to go machen

Welches Kaffeepulver genutzt wird, ist letztlich egal. Jeder Nutzer kann schlicht die Marke verwenden die er auch bei seiner heimischen Kaffeemaschine präferiert. Es gibt aber auch so genannte „mojo To-Go Coffee Sticks“, die exakt die benötigte Menge an Kaffeepulver enthalten. Zur Markteinführung haben die Initiatoren des Projekts eine Crowdfundingkampagne auf Kickstarter gestartet. Dort ist das so genannte Starter Kit für 79 Dollar erhältlich. Ab Mai 2016 können die Käufer dann unterwegs ihren eigenen Coffee to go produzieren.


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1 Kommentar

  1. Fattyman

    17. Dezember 2015 at 23:39

    So umwerfend neu scheint mir die Idee nicht zu sein. Immerhin gibt es schon seit Jahren Beispiele, wo Sachen mittels autonomer Geräte erwärmt werden. Aus dem Schulunterricht sollten die Beispiel zu endo- und exothermen Reaktionen bekannt sein. Immerhin wird eine endotheme Reaktion z.B. verwendet, um Getränkedosen in sehr kurzer Zeit auf angenehme 4 Grad Celsius runterzukühlen. Die netten Herzen aus den Apotheken, die an kühlen Wintertagen – hoffentlich bekommen wir die noch einmal – für warme Hände sorgen sind ein Beispiel für eine „sanfte“ exotherme Reaktion, bei der die Temperatur gesteigert wird, wenn die im Herzen vorhandene Flüssigkeit auskristallisiert. Durch einfaches Erhitzen der festen Herzen wird der Inhalt wieder flüssig. Es wird Wärme „gespeichert“. Im Kaffeebecher könnte man so etwas extremer gestalten.

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