Lange Zeit hat sich China bemüht, Teil der Internationalen Raumstation ISS zu werden. Dieses Ansinnen scheiterte aber stets am Veto der NASA. Nun treibt China daher eigene Pläne zur Erforschung des Weltraums voran. Bereits 2011 schickte das Land daher ein eigenes Weltraumlabor ins All. Dieses hat inzwischen aber seinen Einsatzzeitraum überschritten und wird demnächst in der Atmosphäre verglühen. Bereits jetzt befindet sich aber das Nachfolgemodell Tiangong 2 ebenfalls im Weltraum. Die Taikonauten Jing Haipeng und Chen Dong sind dabei inzwischen erfolgreich in der Wüste Gobi gestartet und werden die nächsten dreißig Tage in dem Weltraumlabor verbringen. Ihre Aufgabe dort ist es, Wartungsarbeiten und wissenschaftliche Experimente durchzuführen.


Via: Popsci Copyright: Adrian Mann, www.bisbos.com
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China könnte bald die einzige Nation mit einer dauerhaften Weltraumbasis sein

Diese Grundlagenarbeit dient letztlich dann einem anderen großen Ziel: Bereits 2022 möchte China den Bau einer eigenen dauerhaften Raumstation abgeschlossen haben. Tatsächlich ist aktuell geplant, dass die Internationale Raumstation ISS 2024 ihren Dienst einstellt. Über eine mögliche Nachfolge ist noch nichts bekannt. Gut möglich also, dass China dann zumindest eine Zeitlang die einzige Nation mit einer dauerhaften Vertretung im Weltall ist. Mit Hilfe des Weltraumlabors Tiangong 2 möchten die chinesischen Experten die dazu benötigten Fähigkeiten erlernen. So ist für das nächste Jahr der Flug des unbemannten Frachtschiffes Tianzhou 1 geplant. Es wäre der erste chinesische Transportflug, der nicht von Taikonauten begleitet wird.

Die Taikonauten können im Weltraum sogar Fernsehprogramme empfangen

Bereits das chinesische Weltraumlabor wurde zudem so eingerichtet, dass die Taikonauten es möglichst bequem haben und auch längerfristig vor Ort bleiben könnten. Besonders cool dabei: Es soll sogar möglich sein, irdische Fernsehprogramme dort zu empfangen. Außerdem lässt sich das Weltraumlabor im Gegensatz zu seinem Vorgängermodell auftanken und besitzt eine deutlich höhere Ladefähigkeit. Der Weg zu einer eigenen Raumstation scheint für China also nicht mehr weit zu sein. Auch sonst verfolgt das Reich der Mitte im Weltraum sehr ambitionierte Ziele. So will das Land erstmals die Rückseite des Mondes erforschen und bereits im Jahr 2021 eine eigene Sonde zum Mars schicken.


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