Letzten Donnerstag war es so weit: Die letzte noch genehmigte Versuchsreihe mit Hunden ist am Donnerstag im umstrittenen Tierversuchslabor Mienenbüttel (LP’T) beendet worden. Der Landkreis Harburg hat dem Unternehmen den Entzug der Betriebserlaubnis angedroht, nun kann das Labor noch bis zum 23. Dezember eine Stellungsnahme abgeben. Der Standort soll allerdings spätestens Ende Februar geschlossen werden.


Symbolbild / 36 Katzen befinden sich noch im Versuchslabor

Heimliche Filmaufnahmen schockten die Zuschauer

Das Tierversuchslabor Mienenbüttel stand in letzter Zeit heftig in der Kritik, ebenso wie die beiden anderen Standorte des Unternehmens in Schleswig-Holstein und Hamburg. Tierschützer forderten energisch die Freilassung der Tiere. Sie prangerten massive Quälereien an und untermalten ihre Forderungen mit heimlich erstellten Filmaufnahmen. Auf den Videos waren blutende Hunde und vor Angst oder Schmerz schreiende Affen zu sehen. Viele Zuschauer reagierten geschockt. Prompt schaltete sich die Staatsanwaltschaft Stade sowie das zuständige Veterinäramt ein. Daraufhin stellte das LPT die Mängel bei der Affenhaltung ab, trotzdem entzog das Landesamt dem Unternehmen die Genehmigung für Versuche mit den Primaten.

Eine Million Unterschriften gegen das Versuchslabor

Danach ging es weiter Schlag auf Schlag: Den Tierschützern gelang es, eine Million Unterschriften gegen das Labor zu sammeln und diese dem Verbraucherschutzministerium Hannover zu übergeben. Das war am Montag. Nun sieht es ganz so aus, als würde das LTP die nächsten Wochen nicht überstehen: Das endgültige Ende ist für Ende Februar angedacht. 36 Katzen, 185 Hunde und 17 Affen befinden sich noch in ihren Käfigen, einige von ihnen haben schon Jahre im Labor hinter sich. Friedrich Mülln, der sich bei der »SOKO Tierschutz« engagiert, meint dazu: »Es gibt für jedes Tier einen Platz. Die Zivilbevölkerung wird nicht zulassen, dass diese Tiere, die im LPT teilweise seit vielen Jahren leiden, verschachert oder getötet werden.« Jetzt sind also die Menschen im Umkreis der LPT gefragt, den geschundenen Kreaturen ein neues Zuhause und endlich die verdiente Liebe zu geben.


Quelle: ndr.de (1), ndr.de (2)

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