Das Leben einer Henne in der klassischen Käfighaltung ist alles andere als angenehm. Die Tiere stehen dabei so dicht gedrängt, dass sie nicht einmal ihre Flügel ausbreiten können. Von Tierschützern wird diese Art der Eierproduktion daher schon seit längerem als nicht artgerecht kritisiert. In Deutschland ist die Käfighaltung von Hennen daher bereits seit 2009 verboten. Unter dem Druck der Öffentlichkeit hatte die Fast Food Kette McDonald’s zudem bereits 1999 erklärt, künftig in Deutschland nur noch Eier aus Freilandhaltung zu verwenden. In den Vereinigten Staaten und Kanada allerdings ist die Käfighaltung noch immer weit verbreitet. Auch hier hat McDonald’s nun aber einen Kurswechsel angekündigt.


Legehennen in engen Käfigen.
Hennen in der klassischen Käfighaltung. Diese Form der Eierproduktion ist in der Europäischen Union seit 2012 verboten.

Acht Millionen Hennen könnten profitieren

Innerhalb der nächsten zehn Jahre sollen die Zulieferer der Fast Food Kette ihre Produktion so umstellen, dass keine Eier aus Käfighaltung mehr geliefert werden. Die Auswirkungen dieser Ankündigung sind dabei durchaus gewaltig: McDonald’s verbraucht in Nordamerika zwei Milliarden Eier pro Jahr. Rechnet man dies auf die einzelnen Tiere um, handelt es sich um rund acht Millionen Hennen, die zukünftig nicht mehr in der Käfighaltung ihr Dasein fristen müssen. Zwar werden die Tiere wohl auch weiterhin massenhaft in riesigen Ställen gehalten. Dort sollen sie aber immerhin die Möglichkeit erhalten sich zu bewegen und mit den Flügeln zu schlagen.

Käfighaltung hat ohnehin keine große Zukunft

McDonald’s begründete den Entschluss, zukünftig auf Eier aus Käfighaltung zu verzichten, mit veränderten Kundenerwartungen. Dies ist allerdings nur ein Teil der Wahrheit. Tatsächlich hat auch der US-Gesetzgeber die Käfighaltung längst ins Visier genommen. So sitzt einer der Eiproduzenten für McDonald’s, die Firma Herbruck, beispielsweise in Michigan. Dort tritt im Jahr 2019 ein Verbot der Käfighaltung in Kraft. Insofern ist die Ankündigung von McDonald’s teilweise auch als Marketingaktion zu verstehen. Konkurrent Burger King hatte bereits vor einiger Zeit den Verzicht auf Eier aus der Käfighaltung angekündigt – verbraucht allerdings auch deutlich weniger Eier pro Jahr.


Via: Treehugger

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