Die künstliche Intelligenz hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. So besiegte ein Algorithmus im vergangenen Jahr den amtierenden Weltmeister im asiatischen Brettspiel Go. Forscher arbeiten zudem bereits seit einiger Zeit daran, den Computer auch beim Pokern unbesiegbar werden zu lassen. Sobald aber neben der kühlen Berechnung auch eine körperliche Komponente ins Spiel kommt, wird die Sache schon schwieriger. So ist der Zeitrahmen bis Roboter im Fußball gegen menschliche Gegner antreten können sollen noch eher weit gesteckt: Frühestens im Jahr 2050 sollen sie in der Lage sein, gegen die menschlichen Weltmeister zu siegen. Schneller gehen könnte es allerdings beim beliebten Tischfußball.


Die Stärke des Roboters liegt in der Härte des Schusses

So haben Studenten an der Schweizer „École polytechnique fédérale de Lausanne“ einen Roboter entwickelt, der selbstständig am Kickertisch agieren kann. Die Idee entstand dabei, um auch Tischfußball spielen zu können, wenn gerade keine menschlichen Gegner zur Hand sind. Inzwischen ist die Technik dabei so weit fortgeschritten, dass der Roboter gegen durchschnittliche menschliche Spieler die Oberhand behält. Seine Technik ist dabei allerdings noch ausbaufähig. Bisher kann er vor allem ausgesprochen hart schießen. „Zu diesem Zeitpunkt ist das System wie ein Bodybuilder mit einem kleinen Gehirn“, erklärt Projekt-Koordinator Christophe Salzmann. Antäuschen und fintieren gehört bisher hingegen noch nicht zu den Stärken des Tischfußball-Roboters.


Im Wettkampf Roboter gegen Roboter soll die Technik verbessert werden

In einem nächsten Schritt soll die Technik nun so erweitert werden, dass sie die Position der gegnerischen Spieler erkennen und dementsprechend reagieren kann. Auf diese Weise soll der Roboter dann beispielsweise in die Lage versetzt werden, sinnvolle Pässe zu spielen und Schüsse anzutäuschen. Um diese Fortschritte zu erzielen sollen dabei auch Wettbewerbe zwischen verschiedenen Robotern zum Einsatz kommen, bei denen verschiedene Techniken und Strategien getestet werden können. Für menschliche Spieler zudem ein wenig ungewohnt: Die Unterseite des Tisches muss durchsichtig sein, weil dort die Kamera positioniert ist, mit deren Hilfe der Roboter das Spiel verfolgt.

Via: EPFL

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