Lebensmittelverschwendung wird in immer mehr Ländern als Problem angesehen. Zuletzt verabschiedete beispielsweise der italienische Senat ein Gesetzespaket, das es Restaurants erleichtert, unverbrauchte Speisen und Lebensmittel für den guten Zweck zu spenden. Einen anderen Ansatz verfolgt hingegen die in Dänemark entwickelte App „Too good to go“. Diese ermöglicht es Restaurants, überzählige Gerichte zu günstigeren Preisen anzubieten. Der Kunde bestellt das Essen dann mit seinem Smartphone und holt es selbst im Restaurant ab. Die dafür benötigten Verpackungsmaterialien werden von der TGTG-App gestellt und sollen vollständig recycelbar sein. Die Preise je Gericht variieren dabei zwischen zwei und vier Pfund – was deutlich günstiger ist als eine normale Essensbestellung.


Thai Essen

Bisher wird die App in Großbritannien genutzt

Gestartet ist die App bisher in Großbritannien mit Restaurants in Brighton, Birmingham, Leeds, Manchester und London. Diese können auf diese Weise beispielsweise vorbereitete Lebensmittel noch verarbeiten und verkaufen, die ansonsten am Ende des Tages im Müll gelandet wären. Essen, das allerdings bereits die Küche verlassen hat und bei Kunden auf dem Teller lag, wird hingegen nicht nochmal vermarktet. Wenn also jemand seinen Teller nicht auf isst, wandern die Reste auch weiterhin in den Abfall – es sei denn der Kunde lässt sich das übrig gebliebene Essen einpacken. Ein Teil der durch die TGTG-App generierten Umsätze werden zudem für den guten Zweck gespendet.


Schon mehr als 100.000 Gerichte wurden vermittelt

In Großbritannien war das Konzept dabei bisher durchaus erfolgreich: Seit dem Start der App wurden bereits mehr als 100.000 Gerichte vermittelt. Die Macher hinter der App versuchen dabei mit verschiedenen Fakten auf die Problematik der Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen. So verweisen sie darauf, dass sich die gesamte Weltbevölkerung problemlos ernähren ließe – wenn es gelänge die Zahl der nicht genutzten Lebensmittel zu halbieren. „Es ist ein Problem, das eigentlich gar nicht exisitieren müsste – und wir wollen helfen, es zu lösen“, so die Verantwortlichen. Die Dimensionen der Lebensmittelverschwendung sind dabei durchaus erstaunlich. So werden etwa in den USA vierzig Prozent der produzierten Lebensmittel nie verspeist.

Via: Treehugger

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