In den vergangenen Jahren hat die Technologie für autonome Fahrzeuge enorme Fortschritte gemacht. Dementsprechend finden auch die Testfahrten inzwischen unter immer komplizierteren Bedingungen statt. Anstatt auf übersichtlichen Highways mit breiten Spuren unterwegs zu sein, quälen sich die Fahrzeuge durch den dichten und komplizierten Stadtverkehr. Dadurch steigt aber natürlich auch das Risiko eines Unfalls mit anderen Verkehrsteilnehmern. In der Stadt Tempe im US-Bundestaat Arizona hatte ein solcher Zusammenstoß nun fatale Folgen: Der Crash mit einem autonomen Auto von Uber endete für eine 49-jährige Fußgängerin tödlich. Wer genau die Schuld an dem Unfall trägt, ist bisher noch nicht bekannt. Uber hat aber bereits erste Konsequenzen gezogen und alle Testfahrten in den Vereinigten Staaten beendet.


Die staatlichen Behörden nehmen den Unfall genau unter die Lupe

Wie die örtliche Polizei mitteilte, überquerte die Frau die Straße abseits eines Zebrastreifens, als es zu dem Zusammenstoß kam. In dem Auto saß demnach auch ein Testfahrer, der allerdings zu dem Zeitpunkt nicht die Kontrolle über das Fahrzeug hatte. Offensichtlich konnte er auch nicht mehr rettend eingreifen. Eine Sprecherin von Uber sprach den Hinterbliebenen der Frau ihr Beileid aus: „Unsere Herzen sind bei den Angehörigen des Opfers“, sagte sie und betonte, dass das Unternehmen mit den Behörden bei der Aufklärung des Unfalls kooperieren werde. Neben dem „National Transportation Safety Board“ hat inzwischen auch das „Department of Transportation“ angekündigt, ein Untersuchungsteam an den Ort des Geschehens zu schicken.

Autonomes Fahren
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Zuletzt aktualisiert am 20.07.2018

Auch Waymo und General Motors testen in Arizona

Uber war bereits in der Vergangenheit mehrmals wegen der Testfahrten mit autonomen Autos in die Kritik geraten. So waren die Fahrzeuge eine Zeit lang ohne gültige Lizenz auf den Straßen unterwegs. Dies ist aber inzwischen nicht mehr der Fall. Außerdem gelangten Videoaufnahmen an die Öffentlichkeit, in denen ein autonomes Uber-Auto eine rote Ampel überfuhr. Der Konzern sprach zunächst von einem Fehler des Fahrers – was allerdings nur die halbe Wahrheit war. Tatsächlich wurde das Auto von der Technik gesteuert, der Fahrer hatte lediglich nicht eingegriffen. Bei dem nun tödlichen Unfall in Arizona betont die Polizei allerdings, dass bisher noch keine Schuldzuweisungen getroffen werden können. Neben Uber testen in der Region aktuell auch Waymo und General Motors autonome Autos. Aktuell ist nicht bekannt, ob diese Tests fortgesetzt werden sollen.


Via: Bloomberg

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3 Kommentare

  1. eisvogel

    20. März 2018 at 10:26

    Sah den Bericht heute Morgen im Fernsehen,
    da war die Rede von einer 48 jährigen Frau, die aus dem Schatten heraus mit ihrem Fahrrad plötzlich die Straße betreten hat.
    Es wurde betont, daß der Unfall auch von einem konventionellen Autofahrer kaum vermeidbar gewesen wäre.
    Das kennen wir doch alle, manchmal haben so unvorsichtige, rücksichtslose Menschen Glück, manchmal eben nicht.
    Wäre das nicht einem autonomen Fahrzeug passiert sondern einem Lenker, die Geschichte wäre wohl kaum eine Schlagzeile wert.

  2. eisvogel

    20. März 2018 at 11:43

    Hab grad überlegt ob es nicht sinnvoll wäre in autonomen Autos ( ;doppelt gemoppelt) Kameras mit Nachtsicht- und Wärmebildfunktion zu verbauen.
    So könnte das Fahrzeug schon früher Kinder, Fußgänger und Radfahrer aber auch Katzen, Hunde oder Wild ausmachen.
    Eine andere oder zusätzliche Möglichkeit wäre, in
    jedes Fahrzeug (von Auto bis Fahrrad) einen Tracker zu verbauen. So kann jedes Autonome die Position, Geschwindigkeit und Fahrtrichtung der anderen Fahrzeuge in seinem Umkreis erfassen und das noch bevor sie überhaupt sichtbar sind also auch bei Sichtbehinderung und Nebel.
    Kinder und Fußgänger, die am Straßenverkehr teilnehmen sollten ebenfalls einen Tracker bei sich führen.
    Diesen Tracker sollte man konfigurieren und an seinen Träger (Kleinkind, Fußgänger, Hund, Katze,…)anpassen können.

  3. eisvogel

    20. März 2018 at 11:51

    So weiß das Autonome und sein menschliches Pendant , um wen es sich handelt und kann dementsprechend darauf reagieren.

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