Es gibt Lebensmittel in Deutschland zu kaufen, die über ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) verfügen, obwohl diese nicht schlecht werden können. Das ist ein wenig absurd und teilweise auch sehr verwirrend. Im folgenden Beitrag wollen wir euch weit verbreitete Nahrungsmittel einmal auflisten, die nie schlecht werden können, obwohl ein MHD abgedruckt ist.

Bei richtiger Lagerung halten diese Lebensmittel ewig

Einige Lebensmittel sind bei richtiger Lagerung ewig haltbar. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist gesetzlich vorgeschrieben, sorgt jedoch immer wieder für Verwirrung. Die folgenden 10 Lebensmittel werden niemals von allein schlecht.


1. Salz

Salz kann niemals schlecht werden und zählt somit zu einem der Lebensmittel, die ewig halten. Es ist dabei schon ein wenig amüsant, wenn auf der Verpackung, teilweise Millionen Jahre alten Salzes, eine Mindest-Haltbarkeit bis zum nächsten Jahr angegeben ist. Davon sollte man sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen lassen. Zu beachten gilt bei Salz, dass es trocken und in einem geschlossenen Gefäß oder Behälter gelagert wird. Salz hat die Eigenschaft Feuchtigkeit aufzunehmen und darauf hin zu verklumpen. Geschmacklich unterscheidet sich verklumptes Salz allerdings nicht von bröseligem Salz. Mit der Portionierung wird es nur etwas schwieriger.

2. Reis

Mit der Ausnahme von braunen und länglichen Naturreis, kann Reis ebenfalls niemals schlecht werden und verderben. Basmatireis, Wildreis, Jasminreis und weitere Sorten sollten jedoch ebenfalls trocken und luftdicht gelagert werden. Brauner und länglicher Naturreis enthält einen erhöhten Fettanteil und kann somit tatsächlich nach der Zeit schlecht werden.

3. Honig

Kühl, trocken und verschlossen gelagert, hält auch Honig ewig. Das liegt zuletzt an dem verhältnismäßig hohen Zuckeranteil. Flüssigkeiten hingegen sorgen dafür, dass Honig recht schnell sauer werden kann. Zudem sollte man darauf achten, dass keine Fremdkörper wie etwa Brotkrümel in das Honig-Glas gelangen. Honig kristallisiert nach der Zeit und wird fest. Dieser Zustand kann jedoch durch ein warmes Wasserbad rückgängig gemacht werden.

4. Alkohol

Der Schnaps in der guten alten Hausbar ist ebenfalls unempfänglich für Schimmel und Co. Ist die Flasche Schnaps geöffnet, braucht es allein schon Jahre bis lediglich das Aroma verfliegt.

5. Destillierter Weißweinessig

Destillierter Weißweinessig dient oftmals als Zutat für Soßen, Dressings und Marinaden. Bei diesem Produkt kommt es ebenfalls auf die richtige Lagerung an um eine Ewigkeit etwas davon zu haben. Der destillierte Weißweinessig sollte verschlossen, trocken und zudem auch dunkel gelagert werden.

6. Wasser

Klingt im ersten Moment absurd, ist es auf dem zweiten Blick allerdings nicht. Auf Plastik-Wasserflaschen befindet sich ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Wasser kann von Natur aus jedoch niemals schlecht werden. Das MHD auf den Flaschen bezieht sich jedoch auf die Weichmacher, die im Plastik enthalten sind und nach einer gewissen Zeit an das Wasser abgegeben werden. Um Wasser für die Ewigkeit zu rüsten, wird ein Umfüllen in Glasflaschen empfohlen.

7. Maisstärke

Maisstärke gehört ebenfalls zu den Nahrungsmittel, die niemals schlecht werden, wenn diese fest verschlossen sind. Das Produkt kommt dann zum Einsatz, wenn Flüssigkeiten verdickt werden sollen.

8. Ahornsirup

Ahornsirup kann durch eine kühle Lagerung im Kühlschrank beispielsweise länger haltbar gemacht werden. Eingefroren hält auch dieses Nahrungsmittel ewig.

9. Vollkonserven

Theoretisch sind auch Vollkonserven ewig haltbar, obwohl ein Mindesthaltbarkeitsdatum abgedruckt ist. Im Laufe der Zeit kann sich jedoch die Konsistenz, Farbe und der Geschmack des Konserveninhalts verändern. Sind Konserven jedoch schlecht verschlossen oder beulen nach der Zeit aus, ist das ein Zeichen dafür, dass Bakterien im Inneren ihr Unwesen treiben. Diese Konserven sind dann ungenießbar und sollten entsorgt werden.

10. Zucker

Da Bakterien nicht im Stande sind sich ausschließlich von Zucker zu ernähren, ist Zucker stets immun und kann somit ebenfalls nie schlecht werden. Zucker sollte ebenfalls kühl, trocken und verschlossen gelagert werden.

Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum sollte strickt vom Verbrauchsdatum unterschieden werden. Nahrungsmittel, die ein Verbrauchsdatum zugeteilt bekommen haben, sollten auch innerhalb des so ergebenen Zeitraums verbraucht werden. Derartige Nahrungsmittel sind nach dem Ablauf des Verbrauchsdatum beispielsweise besonders anfällig für die Bildung unbekömmlicher Bakterien wie etwa Salmonellen, die zuletzt auch die Gesundheit schädigen können. Vermehrt weisen Fleisch- und Fischprodukte ein Verbrauchsdatum nach.

Mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum garantieren die Hersteller der Produkte, dass bis zu dem Tag X die Lebensmittel nicht verderben und auch nicht ihren Geschmack, die Farbe und die Konsistenz verändern. Nahezu alle Lebensmittel sind länger haltbar, als das Mindesthaltbarkeitsdatum vorgibt. Mit der richtigen Lagerung, sind viele sogar ewig haltbar, wie wir in diesem Bericht feststellen konnten.

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