Der neue Mittelklassewagen von Tesla – das Model 3 – wird zukünftig auch in einer Variante mit Allradantrieb verfügbar sein. Dies gab Unternehmenschef Elon Musk auf Twitter bekannt. Die Produktion des Autos dürfte dadurch allerdings nicht gerade vereinfacht werden. Denn anders als bei der bisher verkauften normalen Variante werden zwei Motoren verbaut – die unterschiedliche Aufgaben haben. So ist ein Motor für die Leistung und einer für die Reichweite zuständig. Musk versicherte aber auch: Sollte eines der Aggregate mal ausfallen, kann der Fahrer dennoch sicher ans Ziel fahren. Genau genommen wird es zukünftig sogar zwei Varianten mit Dual Motor geben: Die Standardausführung und die sogenannte Performance Version. Letztere zeichnet sich durch eine schnellere Beschleunigung und eine etwas höhere Spitzengeschwindigkeit aus.


So sieht der neue Tesla noch mit normalem Zweiradantrieb aus. Foto: Elon Musk

Musk vergleicht das Auto mit dem BMW M3

Die Reichweite liegt aber bei beiden Varianten bei 310 Meilen – also rund 500 Kilometern. Einen Preis für die Performance-Variante nannte Musk zudem bereits: Diese wird inklusive aller Zusatzoptionen – allerdings ohne den sogenannten Autopiloten – 78.000 Dollar kosten. Eine kleine Spitze gegen die etablierte Autoindustrie konnte sich der Gründer in diesem Zusammenhang auch nicht verkneifen. Er kommentierte auf Twitter: „Kostet in etwa so viel wie der BMW M3, hat aber 15 Prozent mehr Leistung und ein besseres Handling“. Wie so oft bei Musk blieb ein nicht ganz unwichtiges Detail noch unveröffentlicht: Er nannte kein konkretes Datum, ab wann die ersten Tesla Model 3 mit Allradantrieb ausgeliefert werden. Zumindest wird in der Tesla-Fabrik aktuell aber rund um die Uhr gearbeitet – und Musk persönlich hat die Aufsicht über die Produktion übernommen.

Tesla will in der zweiten Jahreshälfte Geld verdienen

Die Ankündigung, den Tesla Model 3 zukünftig auch mit Allradantrieb verkaufen zu wollen, könnte allerdings auch bedeuten, dass Tesla – zumindest vorübergehend – zurück zu den Wurzeln möchte. Denn ursprünglich sollte das Modell den Einstieg in den Massenmarkt mit hohen Verkaufszahlen aber auch geringen Margen darstellen. Inzwischen ist aber klar: Nicht zuletzt aufgrund der Produktionsprobleme hat Tesla in den letzten Monaten viel Geld verbrannt. Musk hat aber angekündigt, in der zweiten Jahreshälfte den Sprung in die Gewinnzone zu schaffen und auch einen positiven Geldfluss zu generieren. Offensichtlich sollen höherpreisige Autos mit größeren Margen helfen, dieses Ziel zu erreichen. Schon bisher wurde allerdings kaum ein Model 3 zum Basispreis von 35.000 Dollar verkauft. Zumeist wurden stattdessen teurere Varianten mit zusätzlichen Ausrüstungsoptionen an die Kunden übergeben.

Via: The Guardian


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