Im Jahr 2015 waren weltweit so viele Touristen unterwegs wie nie zuvor. Dies berichtet die „United Nations World Tourism Organization“. Demnach stieg die Zahl der weltweiten Touristen im vergangenen Jahr auf 1,18 Milliarden. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 4,4 Prozent. Gezählt wurden dabei alle Besucher, die mindestens eine Nacht in einem fremden Land verbrachten. Der starke Anstieg kam dabei auch für die UN-Experten überraschend. Denn einige klassische Urlaubsziele hatten im vergangenen Jahr mit Problemen zu kämpfen. So wurden Urlaubsorte in Tunesien und Ägypten von Terroranschlägen heimgesucht. Viele Länder litten zudem darunter, dass zahlungskräftige Russen und Chinesen deutlich seltener ins Ausland reisten.


Ein Ferienflieger startet in die Luft

Drei wichtige Faktoren spielen eine Rolle: Terror, Ölpreis und Wechselkurs

Der globale Trend zeigte sich von diesen Einzelfällen allerdings unbeeindruckt und wies zum sechsten Mal in Folge einen Anstieg auf. Frankreich war dabei weiterhin das weltweit beliebteste Reiseziel, gefolgt von den Vereinigten Staaten, Spanien und China. Die UN-Behörde hat dabei drei Faktoren identifiziert, die für die Reiseentscheidung von Touristen die größte Rolle spielen: Der Ölpreis, die Wechselkurse und die zunehmende Terrorgefahr. Das momentan billige Öl sorgt dabei dafür, dass die Reisekosten weltweit tendentiell sinken: Egal, ob mit dem Flugzeug, dem Schiff oder dem Auto. Zumindest in der Theorie sollten die meisten Reisenden von sinkenden Treibstoffkosten profitieren.


Die Vereinten Nationen gehen von weiter steigenden Touristenzahlen aus

Der Effekt des Wechselkurses ist hingegen immer wechselseitig. So sorgte die Eurokrise dafür, dass Reisen von Europäern in die USA deutlich teurer wurden. Umgekehrt allerdings dann logischerweise auch dafür, dass US-Bürger günstiger nach Europa reisen konnten. Die Terrorangst wiederum sorgte zunächst für einen Ausweicheffekt. Als gefährlich geltende Länder wurden eher gemieden, dafür stiegen aber die Touristenzahlen in vermeintlich sicheren Ländern. Mit Anschlägen in Paris, Istanbul und Jakarta haben Islamisten allerdings zuletzt versucht, auch vermeintlich sichere Städte ins Visier zu nehmen. Die Welttourismusorganisation geht dennoch von weiter steigenden Zahlen aus: Demnach ist im nächsten Jahr ein weiterer Anstieg um vier Prozent zu erwarten.

Via: Digital Journal

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