Passwörter können ganz schön lästig sein. Nutzer, die aktiv im Netz unterwegs sind, haben eine Vielzahl Accounts bei verschiedenen Diensten und Seiten. Eine einfach Lösung wäre es, überall das gleiche Passwort zu verwenden, aber das verbietet im Grunde schon der gesunde Menschenverstand. Also hantiert man mit zahlreichen Passwörtern, die häufig die Nutzung eines Passwortmanagers unumgänglich machen. Der Suchmaschinengigant Google möchte das ändern und eine neue Identifikationsmethode namens Trust API einführen.


trust api

Trust API arbeitet mit zahlreichen Datenpunkten

Trust API arbeitet ähnlich wie das Feature SmartLock, das auf einigen Android-Smartphones läuft. Diese können entsperrt werden, wenn sich das Smartphone an einem bestimmten Ort befindet oder eine Gesichtserkennung das Gesicht des Nutzers erkennt. Mit Trust API will Google noch einen Schritt weiter gehen. Ein System im Hintergrund soll biometrische Daten wie Gesichtserkennung, Tippmuster und den individuellen Gang nutzen, um den User zu identifizieren.


Das System soll komplett im Hintergrund laufen und permanent Daten sammeln. Aus diesen biometrischen Datenpunkten wird der “Trust Score” errechnet. Ist dieser hoch genug, kann der Nutzer die Apps auf dem Smartphone benutzen. Fällt der “Trust Score” unter einen bestimmten Wert, muss der Nutzer sich vor de Benutzung des Smartphones auf andere Art und Weise identifizieren. Verschiedene Apps können dabei verschieden gut gesichert werden. So wäre beispielsweise ein einfacher Zugang zu Spielen möglich, während eine Banking-App einen besonders hohen “Trust Score” voraussetzt.

Es gab die letzten Jahre mehrere Versuche, das klassische Passwort zu ersetzen. Wirklich durchsetzen konnte sich jedoch keiner davon, auch wenn manch eine Idee vielversprechend war. Die Testphase von Trust API beginnt bereits nächsten Monat. Als erstes soll die Methode mit verschiedenen Banken getestet werden, die naturgemäß recht hohe Anforderungen an das Thema Sicherheit stellen.

via MIT Technology Review

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1 Kommentar

  1. Christoph

    26. Mai 2016 at 02:50

    Naja, aber was ist mit der Arbeit am PC? Gibt es im Körper keinen komplett individuellen Knochen, den man mit einem Gerät via Ultraschall schnell und sicher scannen kann? Wenn die Technik gut genug funktioniert, könnte man auch mit einem Handabdruck arbeiten. Dann hat jeder einen Handscanner neben seinem PC und über den Browser gibt es eine entsprechende Schnittstelle. Dann könnte man schauen, zu wieviel Prozent die Hand übereinstimmt. So kann man vielleicht auch unterschiedliche Sicherheitsstufen festlegen. Da ist sogar sehr viel möglich. Beispielsweise könnte man eine an den Tag angepasste Auflegezeit festmachen, an die sich der User auch zu halten hat. Beispielsweise Montag 5 Sekunden, Dienstag 7 usw. Kann man sich dann ja auch über Eselsbrücken merken.

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