In den USA hat die Isoglucose längst den traditionellen Haushaltszucker überholt, vor allem in Süßgetränken taucht sie auf. Da Brüssel in Vorbereitung des Freihandelsabkommens TTIP die europäische Agrarpolitik neu geregelt hat, befindet sich die in Deutschland eher unbekannte Zuckerart mittlerweile auch hier auf dem Vormarsch. Ganz ungefährlich ist das nicht.


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TTIP wirft seine langen Schatten voraus

Isoglucose begünstigt Diabetes 2, Leberverfettung und Bluthochdruck

Unser regulärer Haushaltszucker wird aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen, er besteht zur einen Hälfte aus Fructose, zur anderen Hälfte aus Glucose. Bei der Isoglucose jedoch handelt es sich um einen Sirup mit einem erhöhten Fructoseanteil, der zumeist bei etwa 55 % liegt. Der Vorteil für den Süßwaren- und Lebensmittelhersteller liegt darin, dass Isoglucose kostengünstiger zu beschaffen ist; der Kunde profitiert von diesem Deal allerdings nicht. Ganz im Gegenteil: Die Isoglucose besitzt nicht nur denselben hohen Kaloriengehalt wie der traditionelle Haushaltszucker, sondern sie steht auch im Verdacht, verschiedene Krankheiten zu begünstigen. So steigt bei erhöhtem Isoglucose-Verzehr das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken; auch eine Lebeverfettung kann daraus resultieren. Die Leber lagert nämlich die Fructose vermehrt in Form von Fett ein, wenn diese nicht sogleich verbraucht wird. Außerdem begünstigt der Sirup wahrscheinlich die Entstehung von Bluthochdruck, eine Volkskrankheit, die ohnehin in viel zu großem Maße um sich greift.

»Fructose-Glucose-Sirup« enthält mehr als 50 % Fructose

Da Fructose insulinunabhängig in den Zellen aufgenommen wird, löst sie kaum Sättigungsgefühle aus und könnte deshalb zu erhöhtem Nahrungsmittel- und Zuckerkonsum verführen. Das führt schnell zu Übergewicht und somit zu weiteren Krankheiten. Auch Krebserkrankungen gehören zu den vermuteten Nebenwirkungen des Isoglucose-Konsums, darum gilt es, beim Einkauf Obacht zu geben! Schließlich sind die Lebensmittelhersteller dazu verpflichtet, die Inhaltsstoffe nach einem bestimmten Muster auf der Verpackung anzugeben. »Isoglucose« wird dabei selten direkt genannt, viel eher stehen Bezeichnungen wie »Glucose-Fructose-Sirup« oder »Fructose-Glucose-Sirup auf dem Etikett. Ersteres signalisiert, dass der verwendete Sirup einen Fructosegehalt von 5 bis 50 % besitzt, die zweite Bezeichnung gibt an, dass mehr als 50 % Fructose enthalten sind. »Glucosesirup« wiederum darf höchstens 5 % Fructose enthalten.


Ein genauer Blick auf die Zutatenliste der gekauften Lebensmittel lohnt sich immer, nicht nur bezüglich der Isoglucose! Auch Palmölprodukte sind beispielsweise alles andere als gesund – und schon gar nicht umweltfreundlich: Passt gut auf euch auf!

Quelle: krankenkassenzentrale.de

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