Das wird ein sensationelles Spektakel. Die Technische Universität Delft in den Niederlanden bereitet das weltweit erste Jagdrennen auf Drohnen vor, die manchmal ganz schön lästig, zuweilen auch gefährlich werden können. Zahlreiche Unternehmen haben bereits Technologien entwickelt, mit denen bedrohliche Drohnen abgefangen werden können. Die Delfter Wissenschaftler erhoffen sich von den Zwei- und Mehrkämpfen Anregungen für die Abwehr von Drohnen.


Ziel: Drohnen außer Gefecht setzen

Das Micro Air Vehicle Lab der Universität bereitet das Ereignis bereits vor. Es findet am 4. Dezember im niederländischen Valkenburg im deutsch-niederländischen Grenzgebit nahe Maastricht und Aachen statt. Die Wettbewerbsregeln sehen vor, dass jeder Teilnehmer mit seiner Drohne – er kann auch mehrere einsetzen – möglichst viele andere Drohnen außer Gefecht setzt.


Drohnenjagd Trailer

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Nebel und Störsender

In jedem Durchgang treten vier Mannschaften an, die so viele Drohnen einsetzen dürfen wie sie wollen. Zwei sind das mindeste: Eine Kämpferdrohne und eine Königin. Dazu können Verteidigerdrohnen kommen. Das Ziel ist nicht, die gegnerischen Drohnen zu vernichten, sondern sie – in der Regel wohl mit Funk und Elektronik – auf den Boden zu zwingen. Das findet in der Battle 1st Arena statt. Die hier überlebenden Drohnen müssen einen Tunnel passieren, Hallway of Doom Death and Destruction genannt. Hier sind sie allen möglichen Anti-Drohnen-Techniken ausgesetzt. Störsender sollen die Orientierung der Fluggeräte verwirren, ebenso Nebel, der aus entsprechenden Kanonen abgeschossen wird.

Eine Königin wird überleben

Wer das überlebt, der landet im 4 Queen palace. Dort attackieren die Kämpferdrohnen die Königinnen der Gegner. Sieger ist das Team, dessen Königin übrig bleibt. Für jeden Sieg über einen Gegner gibt es Punkte, sodass eine Rangliste der besten Angreifer und Verteidiger erstellt werden kann. Die Zuschauer werden durch Netze und Scheiben aus Polycarbonat vor den wohl wild agrierenden Drohnen geschützt.

1 Kommentar

  1. Christoph

    25. März 2017 at 01:14

    Das wird auch total die Werbung für einzelne Hersteller sein. Vielleicht läuft das wie bei der Formel 1. Die Fahrzeuge werden doch auch als Prestigeobjekte hochgehalten. Und das beste ist, wenn der eigene Wagen gewinnt. So wird es wohl auch bei den Dronen sein. Wenn das ganze beliebt ist, könnte sich daraus ein richtiger Sport entwickeln. Und die Technologien könnten (sinnvoll) genutzt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.